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Ein Relikt aus vergangenen Tagen: Joe Biden und Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen (Archivbild).
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Ein Relikt aus vergangenen Tagen: Joe Biden und Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen (Archivbild).

USA und Türkei

Joe Biden lässt Erdogan zappeln – und geht dabei ein Risiko ein

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Joe Biden hat bislang keinen Kontakt zu Recep Tayyip Erdogan aufgenommen. Das Vertrauen in den Nato-Partner sinkt und die Nähe zu Russland bereitet Sorgen.

  • US-Präsident Joe Biden hat bisher keinen Kontakt zu Recep Tayyip Erdogan aufgenommen.
  • Dabei sollte die USA ein Interesse daran haben, die Türkei näher an sich zu binden.
  • Erdogan-News: Alle Informationen rund um den Präsidenten der Türkei auf unserer Themenseite.

Update vom Dienstag, 30.03.2021, 10.00 Uhr: Während Joe Biden nach seinem Amtsantritt als US-Präsident zunächst mit vielen Staats- und Regierungschefs Kontakt aufnahm, ärgerte sich der türkische Staatspräsident Erdogan, dass er nicht zu dem Kreis der Erlesenen gehörte. Die anhaltende Funkstille zwischen Washington und Ankara analysiert ein Bericht* des Magazins „Foreign Policy“ nun als Ausdruck einer härteren Linie, die Präsident Biden gegenüber der Türkei künftig einnehmen könnte. „In dieser Beziehung bestehen große Herausforderungen, und wir befinden uns nicht in einer Position, in der wir uns gleichermaßen auf die Türkei verlassen können, wie wir uns in der Vergangenheit auf andere Nato-Verbündete verlassen konnten“, erklärte etwa die demokratische Abgeordnete Abigail Spanberger, die ebenfalls im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses sitzt.

Joe Biden: Abkehr der Türkei nicht im Interesse der USA

„Wir müssen eindeutige Grenzen aufzeigen, aber wir müssen auch dafür sorgen, dass es einen Weg für die Türkei gibt, auf dem sie zu besseren Beziehungen mit uns und dem Rest unserer Nato-Verbündeten zurückkehren kann“, sagte Spanberger dem Magazin weiter. Und obgleich die Biden-Administration nun einen strengeren Ton anschlägt als dies unter Vorgänger Trump noch der Fall gewesen ist, bleibt dennoch klar, dass eine völlige Abkehr von Erdogans Türkei nicht im Interesse der USA liegt. „Wir wollen definitiv nicht, dass sich die Türken noch weiter Russland zuwenden. Wir wollen nicht, dass diese Beziehung noch stärker wird“, verdeutlicht Spanberger. 

Biden lässt türkischen Präsident zappeln wie ein Fisch – Erdogan „nicht erfreut“

Erstmeldung vom Dienstag, 16.03.2021, 10.26 Uhr: Ankara – Obwohl der amtierende US-Präsident Joe Biden inzwischen zwei Monate das Amt bekleidet, hat er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan noch nicht angerufen. Dabei hat er bereits mit vielen anderen Staatschefs, wie etwa Wladimir Putin, via Telefon Kontakt aufgenommen. Der türkische Staatschef Erdogan ist „nicht begeistert“, wie ein Regierungsmitglied der „Associated Press“ (AP) sagte. 

Recep Tayyip Erdogan: Türkei als „strategischer Partner“

Gerade aus strategischer Sicht habe Biden ein Interesse daran, die Beziehung zur Türkei zu verbessern, um das Land unter Recep Tayyip Erdogan an einer weiteren Annäherung mit Russland zu hindern. Erst kürzlich bezeichnete US-Außenminister Antony Blinken die Türkei als „sogenannten“ strategischen Partner. Doch eine Verbesserung der Beziehungen mit dem NATO-Partner Türkei seien schwierig, analysiert die „Associated Press“.

Für Erdogan sei es gerade schwierig, in einem Punkt einen Rückzieher zu machen. Die Türkei erwarb in der Vergangenheit russische S-400-Raketenabwehrsysteme, woraufhin die USA Sanktionen gegen das Land unter Erdogan auf den Weg brachten. Die Projektmitarbeiterin des „Project on Middle East Democracy“ in Washington, Merve Tahiroglu, sagte der „AP”, dass die Sanktionen in Kraft getreten seien, „weil er (Erdogan) so einen Wirbel um den Kauf gemacht hat und was das für die geopolitische Unabhängigkeit der Türkei bedeuten würde.

Türkei: Außenminister dämpft Hoffnungen auf Zusammenarbeit

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar ist der Ansicht, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA sich nicht verbessern können, so lange die USA Gruppierungen unterstütze, die die Türkei als Terroristen betrachte. Akar spielt damit auf die Unterstützung von kurdischen Milizen in Syrien durch die USA an. Joe Biden war gegen die Entscheidung seines Vorgängers Donald Trump, US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Die Regierung unter Joe Biden wird aller Vorrausicht nach vermehrten Druck auf die Türkei unter Recep Tayyip Erdogan ausüben, insbesondere im Erdgas-Streit zwischen Griechenland und der Türkei, analysiert die „AP“. (Marvin Ziegele) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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