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President‘s Daily Brief

„Könnte etwas verraten“: Joe Biden verwehrt Donald Trump Zugang zu Geheimdienst-Informationen

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Joe Biden werden täglich vertrauliche Informationen der US-Geheimdienste vorgelegt. Weil er seinem Vorgänger nicht traut, soll Donald Trump keinen Zugriff mehr erhalten.

  • Als US-Präsident wird Joe Biden jeden Morgen ein Bericht des Geheimdienstes vorgelegt.
  • Seinem Vorgänger Donald Trump sollen die vertraulichen Informationen verwehrt bleiben.
  • Joe Biden sieht das „unberechenbare Verhalten“ von Donald Trump kritisch.

Washington D.C. – Jeden Morgen wird dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ein streng geheimer Bericht vorgelegt. Er umfasst die wichtigsten Erkenntnisse der nationalen Geheimdienste, darunter auch die der CIA. Das tägliche Ritual begann unter John F. Kennedy und besteht bis heute. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt erhalten ehemalige US-Präsidenten weiterhin wichtige Informationen. Die Ausnahme wird Donald Trump sein. Dessen Nachfolger Joe Biden soll erhebliche Bedenken wegen seines Verhaltens haben.

US-Präsident Joe Biden verwehrt Donald Trump Geheimdienst-Informationen

In einem Interview mit Norah O‘Donnell vom US-Nachrichtensender „CBS“ hat sich Präsident Joe Biden dagegen ausgesprochen, dass Donald Trump weiter vertrauliche Geheimdienst-Informationen erhält. Nachdem sie den geplanten Mindestlohn, das Corona-Hilfspaket für die Bevölkerung und das Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump thematisiert hatten, sprach O‘Donnell die täglichen Berichte der US-Geheimdienste an.

„Sollte der ehemalige Präsident Trump weiterhin Intelligence Briefings erhalten?“, fragte O‘Donnell. „Ich finde nicht“, antwortete Joe Biden umgehend. „Wieso nicht?“, fragte die CBS-Sprecherin. „Wegen seines unberechenbaren Verhaltens, unabhängig vom Aufruhr [im Kapitol]“, erklärte Biden. „Sie haben ihn eine existenzielle Bedrohung genannt. Sie haben ihn gefährlich genannt. Sie haben ihn rücksichtslos genannt“, erinnerte O‘Donnell. „Ja, das habe ich“, entgegnete der US-Präsident. „Und das glaube ich.“

US-Präsident Joe Biden will seinem Vorgänger Donald Trump Informationen des Geheimdienstes verwehren.

Noch nie hat ein US-Präsident seinen Vorgänger davon abgehalten, auf den Bericht der Geheimdienste zugreifen zu können. Über diese Autorität verfügt Joe Biden allerdings. Der Amtsinhaber schätzt Donald Trump offenbar als Sicherheitsrisiko ein. „Was ist Ihre schlimmste Befürchtung, sollte er diese Informationen weiterhin erhalten?“, fragte O‘Donnell.

US-Geheimdienste: Donald Trump soll auf Anweisung von Joe Biden keine Informationen erhalten

„Ich spekuliere lieber nicht laut“, so Biden. „Ich glaube einfach, dass er diese Informationen überhaupt nicht braucht. Aus welchem Grund sollte er das Geheimdienst-Briefing erhalten? Welchen Einfluss hat er überhaupt noch, außer, dass ihm ein Ausrutscher passieren und er etwas verraten könnte?“ Das vollständige Interview will CBS am Sonntag, zwei Stunden vor Kickoff beim Super Bowl ausstrahlen.

Donald Trump wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit mehrmals vertrauliche Informationen preisgegeben zu haben, so etwa 2017 gegenüber dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. US-Medienberichten zufolge hatte der 45. Präsident der USA ohnehin nur geringes Interesse an den täglichen Geheimdienst-Briefings gezeigt. (Lukas Rogalla mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © BRENDAN SMIALOWSKI

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