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US-Präsident

Donald Trump hinterlässt Joe Biden Brief im Weißen Haus – Der Inhalt sorgt für Gerüchte

  • Daniel Dillmann
    vonDaniel Dillmann
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Der Inhalt des Briefes, den Donald Trump Joe Biden im Weißen Haus hinterlassen hat, bleibt vorerst ein Geheimnis. Die Gerüchteküche kocht.

  • Donald Trump ist nicht länger der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
  • Der scheidende US-Präsident hinterlässt seinem Nachfolger Joe Biden einen Brief im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Über den Inhalt gibt es wilde Spekulationen im Netz.
  • Trump News: Alle Informationen zum ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten und seiner Familie auf unserer Themenseite.

Update von Samstag, 23. Januar 2021, 8.20 Uhr: Der Brief, den der scheidende US-Präsident Donald Trump seinem Nachfolger Joe Biden im Oval Office des Weißen Hauses hinterlassen hat, bleibt ein Geheimnis. Biden selbst hatte gesagt, er werde den Inhalt nicht preisgeben, solange er nicht die Gelegenheit habe, mit Trump selbst darüber zu reden. Trump aber ist seit Amtseinführung Bidens auf Tauchstation.

Brief von Donald Trump an Joe Biden löst wilde Spekulationen aus

Dass der Inhalt der Nachricht nicht bekannt ist, hat im Netz für wilde Spekulationen gesorgt. Auch angebliche Fotos des Schriftstücks machten die Runde. So zum Beispiel in einem Instagram-Post, das den Brief von Donald Trump an Joe Biden zeigen soll. Geschrieben steht dort: „Joe, Du weißt, dass ich gewonnen habe.“ Unter dem einen Satz findet sich die markante Unterschrift des scheidenden Präsidenten.

Das Foto wurde nicht nur auf Instagram geteilt, sondern auch in zahlreichen anderen Internetforen verbreitet. Dass es sich dabei tatsächlich um den echten Brief Donald Trumps an Joe Biden handelt, ist höchst unwahrscheinlich. Biden selbst hatten den Inhalt des Briefes als „sehr großzügig“ bezeichnet. Dazu kommt, dass das auf dem Brief abgebildete Siegel nicht dem entspricht, das vom US-Präsidenten verwendet wird. Außerdem ist die Schreibweise des Datums auf dem Dokument falsch. Dort steht „20. Januar 2021“, statt der üblichen Schriftweise: 01-21-2021.

Doch dieser Brief war nicht die einzige Version, die im Internet kursiert und deren Wahrheitsgehalt wohl eher gering einzuschätzen ist. In anderen Schriftstücken zitierte Donald Trump Lil Wayne, den er - das wiederum stimmt - kurz vor Ende seiner Amtszeit noch begnadigt hatte. In gleich mehreren Briefen informierte Trump Joe Biden darüber, dass er seinen Sohn Barron Trump im Weißen Haus gelassen habe. „Wir haben die Adoptionspapiere neben seiner Barbie-Puppe gelassen“, soll da geschrieben stehen oder: „Bitte füttere ihn.“

Donald Trump hat Joe Biden einen „privaten“ Brief im Weißen Haus hinterlassen. (Archivfoto)

Donald Trump schreibt „sehr großzügigen Brief“ an Joe Biden

Update, 23.30 Uhr: Der frisch gebackene US-Präsident Joe Biden hat sich über den Brief geäußert, den sein Vorgänger Donald Trump ihm im Weißen Haus in Washington hinterlassen hat. „Es war ein sehr großzügiger Brief“, sagte Biden gegenüber Journalist:innen aus dem Oval Office.

Den genauen Wortlaut des Briefes von Donald Trump wollte Joe Biden aber nicht preisgeben. „Weil es privat ist werde ich nicht darüber sprechen, bis ich mit ihm selbst gesprochen habe“, so Biden, während er am sogenannten „Resolute Desk“ im Büro des US-Präsidenten saß.

Donald Trump verlässt das Weiße Haus und hinterlässt einen Brief für Joe Biden

Erstmeldung vom 20. Januar 2021, 20:55 Uhr: Washington D. C. – Es ist eine alte Tradition unter US-Präsidenten. Der scheidende Amtsträger hinterlässt dem neuen Staatsoberhaupt einen Brief im Oval Office des Weißen Hauses. Erfunden hat das Ganze Ronald Reagan mit einer Nachricht an George H. W. Bush. Der schrieb Bill Clinton, der wiederum George W. Bush ein paar Worte hinterließ. Und auch dessen Nachfolger Barack Obama verfasste einen Brief an Donald Trump.

Donald Trump schwänzt Amtseinführung von Joe Biden

Doch der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war bekannt dafür, mit Traditionen zu brechen. Und so war es unklar, ob Joe Biden nach seiner Amtseinführung einen Brief von Donald Trump im Oval Office vorfinden würde. Trump hatte die Feierlichkeiten in Washington D. C. geschwänzt und war bereits vor deren Beginn nach Mar-a-Lago geflüchtet. Den Sieg seines Nachfolgers bei der US-Wahl 2020 hat er bis heute nicht anerkannt.

Stattdessen spielte Donald Trump eine unrühmliche Rolle bei den Ausschreitungen in Washington D. C., die schließlich im Sturm auf das Kapitol mündeten. Die Aufgabe, der neuen Administration unter Joe Biden und Kamala Harris alles Gute zu wünschen, überließ er seinem Vizepräsidenten Mike Pence.

Donald Trump verabschiedet sich mit einem Brief an Joe Biden aus dem Weißen Haus

Doch die Sache mit dem Brief ließ sich Donald Trump offenbar nicht nehmen. Wie mehrere US-Medien berichten, hinterließ der scheidende US-Präsident dem neuen Amtsträger Joe Biden ein Schriftstück. Was darin steht, ist zu diesem Zeitpunkt unbekannt. Doch einer der Pressesprecher Trumps, Judd Deere, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AP zumindest die Existenz eines solchen Briefes. Gleichzeitig weigerte sich Deere aber, den Inhalt des Schriftstücks bekannt zu geben.

Joe Biden selbst hat als US-Präsident noch keinen Fuß in das Oval Office gesetzt. Der Inhalt des Briefes dürfte ihm also nicht bekannt sein. Traditionell wird aus den Worten eines scheidenden Präsidenten kein Hehl gemacht. Die Worte Barack Obamas an Donald Trump zum Beispiel sind öffentlich. „Wir sind nur vorübergehend Insassen dieses Büros“, schrieb Obama, nachdem Trump die Wahl gegen Hillary Clinton im Jahr 2016 gewonnen hatte, und führte aus: „Das macht uns zu Wächtern dieser demokratischen Institutionen und Traditionen, für die unsere Vorgänger kämpften und bluteten. Es liegt an uns, die Instrumente unserer Demokratie zumindest so stark zu hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben.“

Donald Trump: Sein Brief an Joe Biden ist bislang noch ein Mysterium

Auch die Worte, die George H. W. Bush an Bill Clinton richtete, sind bekannt. „Es wird harte Zeiten geben. Lassen Sie sich von den Kritikern nicht entmutigen oder von ihrem Kurs abbringen“, schrieb der 41. Präsident der USA an seinen Nachfolger. Ob Donald Trump am Ende seiner Amtszeit zu solchem Großmut gegenüber Joe Biden in der Lage war? Das bleibt – zumindest für den Moment – ein Geheimnis. (Von Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Drew Angerer / afp

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