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Verbale Attacke

Joe Biden über Donald Trump: „Hetzt Menschen im ganzen Land auf“

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Joe Biden nimmt den Namen von Donald Trump kaum einmal in den Mund. Das hat sich nun geändert.

Arlington - Joe Biden kämpft zurzeit an vielen Fronten. Seine Zustimmungsrate sinkt, die Corona-Politik des US-Präsidenten ist umstritten, und im Senat zerfleischt sich seine Partei quasi selbst. Wer Joe Manchin und Kyrsten Sinema in seinen Reihen hat, darf sich nicht wundern, dass große politische Ziele nicht realisierbar sind.

Und natürlich schwebt über Biden auch immer der Schatten seines Vorgängers. Donald Trump ist in den USA noch immer quasi rund um die Uhr in aller Munde, ob er nun ein neues Soziales Netzwerk aufbaut (Truth Social), sich gegen die Untersuchungen des Sonderausschusses zur Aufarbeitung der Kapitol-Attacke wehrt, bizarre Reden wegen diverser Videos hält oder gegen etablierte Figuren der Republikaner, denen er nicht gewogen ist, zu Felde zieht.

Joe Biden legt sich mit Donald Trump an

Zuletzt war dies bei Colin Powell der Fall. Donald Trump hatte darüber gespottet, dass der kürzlich verstorbene frühere US-Außenminister von den „Fake-News-Medien“ nach seinem Tod gut behandelt worden sei, obwohl er „große Fehler in Sachen Irak“ gemacht und einen Militäreinsatz in dem Land mit Verweis auf angebliche Massenvernichtungswaffen rechtfertigt habe. 

Joe Biden greift Donald Trump an.

Nun hat Joe Biden bisher zu Aussagen von Donald Trump meistens vornehm geschwiegen. Konfrontationen mit seinem einstigen und möglicherweise auch künftigen Rivalen versucht er bisher weitgehend zu vermeiden. Doch diesmal war das anders. Bei einem Auftritt im Bundesstaat Virginia ging Biden seinen Vorgänger ungewöhnlich scharf an.

Joe Biden attackiert Donald Trump scharf

Biden sprach von einer „beleidigenden“ Attacke gegen Powell. „Ich würde ja sagen, es ist unglaublich“, sagte Biden in Arlington und wies dann aber darauf hin, dass dies für Trump völlig normal sei, er habe dies ja auch mit seinem innerparteilichen Widersacher John McCain gemacht. „So ist Donald Trump nun einmal.“ Powell sei ein „amerikanischer Held“ gewesen. Und was tue Donald Trump? Der habe einen Mob von Aufständischen am 6. Januar dazu angetrieben, das Kapitol zu stürmen. „Und bis heute hetzt er Menschen im ganzen Land auf“, so Biden.

Biden fand bei seinem Wahlkampfauftritt in Virginia, wo am 2. November 2021 ein neuer Gouverneur gewählt wird, auch deutliche Worte für Trumps Republikaner. „Die heutige republikanische Partei steht für nichts anderes als für weitere Steuersenkungen für die Reichen und die mächtigsten Konzerne“, sagte er. Der Extremismus habe in ganz Amerika das Ruder in der Partei übernommen.

Joe Biden kämpft in Virginia gegen „Gefolgsmann von Donald Trump“

Die führenden Kandidaten bei dem Gouverneursrennen in Virginia sind der frühere demokratische Amtsinhaber Terry McAuliffe und der Republikaner Glenn Youngkin. An der Seite von McAuliffe verspottete Joe Biden den Wahlrivalen als „Gefolgsmann von Donald Trump“.

Doch genau dieser Gefolgsmann holt derzeit in den Umfragen deutlich auf. Die Erhebungen deuten darauf hin, dass es bei der Wahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen McAuliffe und Youngkin geben könnte. Das bereitet Joe Biden mächtig Kopfschmerzen. Denn inzwischen geht bei den Demokraten die Angst um, dass ein Sieg des Trump-Kandidaten in Virginia der Beginn einer Erfolgswelle der Republikaner sein könnte, die die Demokraten bei den Zwischenwahlen im November 2022 ihre Mehrheit im US-Kongress kosten könnte. Das würde Joe Biden das Leben noch sehr viel schwerer machen. Und Donald Trump könnte sich die Hände reiben. (cs)

Rubriklistenbild: © Jim LoScalzo/Imago

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