Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Pandemie

Joe Biden sorgt vor: Darum stehen die USA beim Impfen an der Spitze

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
    schließen

Während Impfstoff in vielen Ländern knapp ist, lagert in den USA sogar ein Mittel, das noch keine Zulassung hat. Präsident Joe Biden will vorsorgen.

  • Die USA machen schnelle Fortschritte bei den Impfungen gegen das Coronavirus.
  • US-Präsident Joe Biden bestellt weitere Millionen Dosen Imfpstoff, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
  • Im Land lagern mehrere Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca – ohne Zulassung.

Washington, D. C. - Die USA sind seit Beginn der Corona-Pandemie immer wieder an der Spitze der Statistiken zu finden. Als diese vor allem Auskunft gaben über die Zahl der Infizierten oder der Corona-Todesfälle verhieß das nichts Gutes. Seit der Zulassung der ersten Impfstoffe zählen allerdings auch andere Zahlen, solche, die mehr Hoffnung machen. Die Zahl der verwendeten Impfstoffdosen beispielsweise, oder der Anteil derjenigen mit vollständigem Impfschutz an der Gesamtbevölkerung eines Landes.

Und wieder belegen die USA in diesen Statistiken die vorderen Plätze. Zehn Prozent der Bevölkerung genießt den Daten der „Zeit“ zufolge bereits den vollen Impfschutz. Zum Vergleich: In Deutschland sind rund drei Personen je 100 Einwohner:innen vollständig geimpft, also drei Prozent.

Joe Biden sorgt in der Corona-Krise vor.

Impfungen in den USA: Joe Biden bestellt weiter Millionen Dosen Impfstoff

Offenbar gelingt der USA nicht nur die Organisation der Impfungen besonders gut, das Land ist auch ausreichend mit Dosen versorgt, um das Tempo der Impfungen aufrechtzuerhalten. Das allein scheint US-Präsident Joe Biden aber nicht zu reichen: Er bestellt weiter Impfstoff, mit dem Ziel, das Land optimal abzusichern. 100 Millionen weitere Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson hat er laut AFP zuletzt bestellt, die ab der zweiten Jahreshälfte zur Verfügung stehen sollen.

Und bereits jetzt sind den USA so viele Lieferungen zugesichert, dass bis Ende Juli 2021 knapp 400 Millionen Menschen geimpft werden könnten. Mit den Impfstoffen von Astrazeneca und Novavax könnten, werden sie zugelassen, 200 Millionen weitere Menschen geimpft werden. Damit hätten die USA mehr als genug, im Land leben offiziell rund 328 Millionen Menschen. Joe Biden hat bereits angekündigt, er wolle Überschüsse mit dem „Rest der Welt“ teilen.

Ein Mann lässt sich in Richmond im US-Bundesstaat Virginia gegen das Coronavirus impfen.

Überversorgung angepeilt: USA lagern bereits Impfstoff von Astrazeneca

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärt, man wolle unvorhergesehene Probleme im Produktionsplan einzelner Impfstoffe möglichst gut abfedern können. „Wir wollen überversorgt und mehr als vorbereitet sein.“ Entsprechend lagern die USA einem Bericht der „New York Times“ zufolge bereits mehr als 30 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs. Erteilt die oberste Arzneimittelbehörde (FDA) eine Zulassung für diesen, soll er sofort angewendet werden dürfen. Bevor die USA ihren Überschuss exportiert, muss einem Bericht der „Tagesschau“ zufolge aber eine Bedingung erfüllt sein: Die Lieferverträge mit den Herstellern müssten erfüllt werden.

Die US-Regierung wollen sich Psaki zufolge auch deshalb so breit aufstellen, um erneut impfen zu können, sollte es nötig sein. Sie spricht in dem Zusammenhang von „booster shots“, die gerade gegen neue Varianten des Coronavirus zum Einsatz kommen könnten. Ob erneute Impfungen helfen können, untersuche derzeit ebenfalls die FDA. Um die Impfungen weiter anzukurbeln, hat Joe Biden außerdem ein konkretes Ziel gesetzt: Am 4. Juli, in den USA Nationalfeiertag, sollten die Menschen in den USA wieder zusammen feiern können. (Matthis Pechtold)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare