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Joe Biden beleidigt Fox-News-Journalisten: „Dummer Scheißkerl“

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Von: Lukas Rogalla

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Joe Biden bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus
Joe Biden ist bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus ausfallend geworden. (Archivfoto) © Andrew Harnik/AP/dpa

Als Joe Biden kurz vor Ende einer Pressekonferenz auf die hohe Inflation in den USA angesprochen wird, unterläuft ihm ein peinlicher Fauxpas.

Washington, D.C. – Der konservative TV-Sender Fox News ist bekannt für die äußert kritische – und oftmals ausfallende – Berichterstattung über Joe Biden und Demokraten generell. Vor allem Peter Doocy fällt mit seinen provokanten Äußerungen auf, so auch am Montag (24.01.2022).

Zum Ende einer Pressekonferenz im Weißen Haus hatte Doocy den US-Präsidenten beim Herauslaufen gefragt, ob die hohe Inflation in den USA der Demokratischen Partei bei den Kongress-Zwischenwahlen im November schaden könnte. Denn die steigenden Preise für Nahrungsmittel setzen Joe Biden zunehmend unter Druck. Dann ist der Präsident wegen eines noch angeschalteten Mikrofons bei der vulgären Beschimpfungen eines Journalisten erwischt worden.

Joe Biden beleidigt Journalisten von Fox News

„Nein, es ist ein großartiger Pluspunkt, mehr Inflation“, sagte der noch an seinem Pult sitzende Joe Biden sarkastisch. Er murmelte daraufhin mit leiser Stimme: „Was für ein dummer Scheißkerl.“ Biden verwendete dabei den Ausdruck „stupid son of a bitch“. „Son of a bitch“ gilt in den USA als weniger schlimme Beleidigung als die wörtliche deutsche Übersetzung „Hurensohn“.

Bidens Äußerungen waren auf den Aufnahmen klar zu vernehmen. Das Weiße Haus schien zur Bemerkung zu stehen, nahm sie später sogar ins offizielle Protokoll der Pressekonferenz auf. Damit geht die Äußerung in die offizielle Geschichtsschreibung ein. „Das gibt dem Ganzen das gewisse Etwas“, kommentierte die Korrespondentin der New York Times, Katie Rogers, auf Twitter.

Doocy, der als Korrespondent seines Senders im Weißen Haus tätig ist, reagierte entspannt auf die Äußerung des US-Präsidenten. „Noch hat ihn niemand einem Faktencheck unterzogen und gesagt, dass das nicht wahr ist“, sagte er lächelnd auf Fox News. Er sagte später, dass Biden ihn angerufen und gesagt habe: „Es ist nichts Persönliches, Kumpel.“ Sie hätten ein nettes Gespräch gehabt.

Joe Biden fordert Respekt – wird aber selbst ausfallend

Joe Biden ist bekannt dafür, dass er sich gerne umgangssprachlich äußert und sich auch immer wieder verbale Aussetzer leistet. Bei seiner Amtseinführung hatte er seinen Mitarbeiter:innen allerdings eingetrichtert, Medien gegenüber mit Respekt aufzutreten. Respektlose Angestellte wolle Biden „auf der Stelle entlassen“, sagte er. Damit wollte er er sich von seinem Vorgänger Donald Trump abgrenzen, der Journalisten immer wieder offen attackiert hatte.

Erst vor einigen Tagen fragte Jacqui Heinrich, ebenfalls von Fox News, wieso Biden warte, bis Wladimir Putin im Russland-Ukraine-Konflikt den ersten Schritt mache. Biden lachte und antwortete flüsternd: „Was für eine dumme Frage.“ (lrg/AFP)

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