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USA

Amtseinführung Joe Biden: Amanda Gorman - Ein Gedicht macht Hoffnung

  • vonTobias Ketter
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Amanda Gorman spricht während der Amtseinführung von Joe Biden über Hoffnung und Demokratie. Das Gedicht der jungen Frau sorgt für Begeisterung.

  • Joe Biden ist als Präsident der USA vereidigt worden.
  • Während der Amtseinführung trägt Amanda Gorman ein Gedicht vor.
  • Der Auftritt der 22-Jährigen wird von vielen Politikern und Stars gelobt.

Washington - Joe Biden ist seit Mittwoch (20.01.2021) Präsident der USA. Bei der Amtseinführung des 78-Jährigen traten eine Reihe hochkarätiger Stars auf. Unter anderem sang die Pop-Ikone Lady Gaga die Nationalhymne der Vereinigten Staaten. Doch für besonders viel Aufsehen sorgte die weit weniger bekannte Amanda Gorman. In ihrem Gedicht, das sie unmittelbar nach der Vereidigung von Joe Biden vortrug, weckt die junge Frau Hoffnungen. Außerdem schaute sie auch auf den Angriff auf die Demokratie zurück, der am Mittwoch (06.01.2021) durch den Sturm auf das Kapitol in Washington zum Ausdruck gebracht wurde. Für den fünfminütigen Auftritt erhielt die 22-Jährige viel Lob von Stars und Politikern.

Die letzten Teil des Gedichts namens „The Hill We Climb“ hatte Amanda Gorman in der Nacht nach den Unruhen in Washington am Mittwoch (06.01.2021) verfasst. Dieses dunkle Kapitel der US-Geschichte beschrieb sie mit den folgenden Zeilen: „Wir haben eine Kraft gesehen, die unsere Nation zerstören wollte, anstatt sie miteinander zu teilen. Die unser Land zerstören wollte, indem sie die Demokratie aufhalten wollte. Und diese Bemühungen waren fast erfolgreich. Aber während eine Demokratie kurzfristig aufgehalten werden kann, kann sie niemals dauerhaft besiegt werden.“

USA: Amanda Gorman kämpft gegen Rassismus, Ungleichheit und Feminismus

Amanda Gorman bezeichnet sich als Aktivistin gegen Rassismus, Ungleichheit und für Feminismus. Ihre eigene Rolle, als schwarze, junge Frau, thematisiert sie ebenfalls während der Amtseinführung von Joe Biden und US-Vizepräsidentin Kamala Harris: „Wir sind die Nachfahren in einem Land und einer Zeit, in der ein dünnes schwarzes Mädchen, das von Sklaven abstammt und von einer alleinerziehenden Mutter aufgezogen wurde, davon träumen kann, Präsidentin zu werden, nur um für einen zu rezitieren“, heißt es in dem Gedicht der 22-Jährigen.

Die amerikanische Dichterin Amanda Gorman hat die Menschen bewegt.

Am Ende ihres Beitrags vor dem Kapitol in Washington blickte Amanda Gorman mit Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft der USA: „Wir werden wieder aufbauen, versöhnen und uns erholen“, sagte sie. „Wenn der Tag kommt, treten wir aus dem Schatten, in Flammen und ohne Scheu. Die neue Morgendämmerung blüht, wenn wir sie befreien. Denn es ist immer Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen. Wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.“

Amtseinführung von Joe Biden: Prominente loben das Gedicht von Amanda Gorman

Viele Prominente waren voll des Lobes über die mitreisenden Worte von Amanda Gorman. Moderatorin Oprah Winfrey sagte, sie sei nie stolzer auf eine junge Frau gewesen. „Mit ihren starken und ergreifenden Worten erinnert uns Amanda Gorman an die Macht, die jeder von uns hat, um unsere Demokratie aufrechtzuerhalten. Glänzen Sie weiter, Amanda! Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was Sie als Nächstes tun“, twitterte die ehemalige First-Lady Michelle Obama nach der Vereidigung von Joe Biden.

Name:Amanda Gorman
Geburtsdatum:07. März 1998
Geburtsort:Los Angeles
Beruf:Schriftstellerin, Lyrikerin
Ausbildung:Studium der Soziologie an der Harvard University

Ayanna Pressley, eine progressive Kongressabgeordnete aus Massachusetts, gratulierte ebenso wie Stacey Abrams, ehemalige Kandidatin der Demokraten für den Gouverneursposten von Georgia. „Amanda Gormans Botschaft dient uns allen als Inspiration“, so Abrams. „Ich ehre dich, @TheAmandaGorman. Danke“, schrieb Bernice King, Tochter von Martin Luther King Jr., auf Twitter. Cory Booker, Senator aus New Jersey, der 2020 selbst für das Präsidentenamt kandidierte, bedankte sich bei Gorman, „dass sie so kraftvolle und inspirierende Worte geteilt hat.“

USA: Amanda Gorman will selbst Präsidentin werden

Amanda Gorman äußerte sich gegenüber der New York Times zu ihrem Gedicht, das während der Amtseinführung von Joe Biden für Aufsehen sorgte. Sie habe ihre Worte nutzen wollen, um sich eine Art und Weise vorzustellen, wie ihr Land wieder zusammenkomme und sich heile, so Gorman. Die junge Frau hat noch große Ziele. Sie möchte nämlich irgendwann selbst Präsidentin der USA werden. (Tobias Ketter)

Rubriklistenbild: © Erin Schaff

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