Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neue First Lady

Melania Trump und Jill Biden – Größer könnte der Gegensatz nicht sein

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
    schließen

Mit Joe Biden zieht auch seine Frau Jill Biden ins Weiße Haus ein. Die neue First Lady der USA steht im Kontrast zu Melania Trump.

  • Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zieht auch seine Frau Jill Biden ins Weiße Haus.
  • Dabei bringt die neue First Lady Besonderheiten mit in ihr inoffizielles Amt.
  • Jill Biden hat beste Chancen, einiges besser zu machen, als Melania Trump.

Washington D.C. – Der First Lady kommt in den USA immer eine ganz besondere Rolle zu. Jill Biden, die Frau des 46. Präsidenten der USA, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Rolle voll auszufüllen – und zwar, indem sie weiter arbeiten geht. Ein Novum für eine First Lady.

Schon als ihr Mann als Vizepräsident unter Barack Obama im Weißen Haus arbeitete, blieb Jill Biden ihrer Arbeit im Community College treu. Sonst hätte es sich sie auch wohl nicht gelohnt, zwei Masterabschlüsse und einen Doktor in Bildung zu absolvieren. Bei ihren Schüler:innen sorgte das bereits damals für Unglauben. „Mein Kopf sagte mir, dass es unmöglich ist, dass die Second Lady der Vereinigten Staaten in einem Community College unterrichtet“, wird eine ehemalige Schülerin in der Irish Times zitiert. Und doch: Jill Biden blieb.

First Lady: Zerbricht Jill Biden etwa die „Gläserne Decke“ im Weißen Haus?

Eine Entscheidung, die auch bei Experten für Anerkennung sorgt. Jill Biden wird eine gläserne Decke zerbrechen, ist sich die Politik-Professorin Jeniffer Lawless von der University of Virginia im Gespräch mit der Irish Times sicher. Zusammen mit Doug Emhoff, dem Mann von Kamala Harris, der seine Anstellung aufgibt, um vollberuflich Second Gentleman zu werden, könnten beide nicht weniger als eine „Evolution der US-Politik“ verkörpern, ist sich Lawless sicher. Denn es sei das erste Mal, dass jemand in dieser Position dem vorherigen Leben so viel Bedeutung beimisst, dass die Arbeit des Ehemanns – und sei es als Präsident der USA – nicht das eigene Leben bestimmt.

Jill Biden hat Melania Trump als First Lady der USA abgelöst. (Archivfoto)

Auch wenn Jill und Joe Biden nicht direkt zu einander fanden (er machte ihr fünf Anträge), sind die beiden seit 46 Jahren zusammen. Die gemeinsame Tochter Ashley Biden ist 39 Jahre alt. Wie die Sozialarbeiterin gilt auch ihre Mutter Jill Biden als äußerst umgänglich. Jeremy Bernard, der sich um die Beziehungen innerhalb des Weißen Hauses kümmert, findet nur gute Worte für Jill Biden. Sie sei vom ersten Tag an offen und kollegial gewesen. Zu ihrem Stab habe Jill Biden ein enges Verhältnis, so eng, dass dieser Teil ihres Soziallebens sei.

Jill Biden hat als First Lady auch politisch viel vor

Ob Jill Biden nicht nur durch ihre Persönlichkeit, sondern auch durch politische Initiative besticht, bleibt abzuwarten. In jedem Fall könnte sie sich damit von ihrer Vorgängerin Melanie Trump abgrenzen. Diese machte eher Schlagzeilen damit, dass sie sich über das Leben im Weißen Haus beklagte. und verließ das Weiße Haus mit den schlechtesten Umfragewerten, die eine First Lady bis dato hatte.

Jill Biden selbst sieht sich als ein introvertierten Menschen. Aber schon als Second Lady fand Jill zusammen mit Michelle Obama ihre Rolle im Weißen Haus. Mit der „Joining Forces Initiative“ wollten die beiden das Interesse an den besonderen Herausforderungen von Familien mit Militärangehörigen wecken. Als First Lady will Jill Biden diese Initiative wiederbeleben. Es liegt wohl auf der Hand, dass Jill auch dem Thema Bildung neue Aufmerksamkeit schenken möchte. In seiner Siegesrede nach der Wahl sagte Joe Biden: „Für amerikanische Pädagogen: Das ist ein großer Tag für euch alle. Ihr werdet eine der euren im Weißen Haus haben.“ Jill Biden hat vier Jahre Zeit, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. (Marcel Richters)

Rubriklistenbild: © Andy Abeyta/AP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare