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Weitere Konfrontationen auf dem Tempelberg in Jerusalem – Mehrere Verletzte

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Von: Karolin Schäfer

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Auf dem Tempelberg in Jerusalem kommt es erneut zu Auseinandersetzungen. Mehrere Menschen werden verletzt.

Jerusalem – In Jerusalem haben die Osterfeierlichkeiten begonnen. Nur wenige Minuten von der Grabeskirche entfernt, wo Christinnen und Christen am Sonntagmorgen (17.04.2022) die Ostermesse zelebrierten, ist es auf dem Tempelberg erneut zu Konfrontationen gekommen.

Vor geplanten Besuchen von Jüdinnen und Juden sollen hunderte junge Muslime und Musliminnen mit Steinen und Eisenstangen Hindernisse errichtete haben, um den Zugang zur heiligen Stätte zu blockieren. Das teilte die israelische Polizei mit. Daraufhin kam es übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und Palästinensern. Dabei sollen mehrere Muslime und Musliminnen verletzt worden sein.

Israelische Sicherheitskräfte patrouillieren vor der Felsendom-Moschee während der Zusammenstöße mit Palästinenserinnen und Palästinensern auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem.
Israelische Sicherheitskräfte patrouillieren vor der Felsendom-Moschee während der Zusammenstöße mit Palästinenserinnen und Palästinensern auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. © Ahmad Gharabli/afp

Konfrontationen auf Tempelberg in Jerusalem: Busse mit Steinen beworfen

Zudem bewarfen nach Polizei-Informationen Palästinenserinnen und Palästinenser Busse auf dem Weg zur Jerusalemer Altstadt mit Steinen. Auch dabei wurden der Polizei zufolge mehrere Menschen verletzt. Zwei Tatverdächtige seien festgenommen worden, berichtete die Deutsche Presse-Agentur.

Die im Gazastreifen herrschende islamistische Organisation Hamas teilte mit: „Die Al-Aksa-Moschee ist eine rote Linie, und die (israelische) Besatzungsmacht trägt die Verantwortung für den Angriff auf Gläubige und dafür, dass es Siedlern erlaubt, die Anlage zu entweihen.“

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Der Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee gilt als drittheiligste Stätte im Islam. Die Anlage ist aber auch für Jüdinnen und Juden heilig, da dort früher zwei jüdische Tempel standen. Der Tempelberg steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden zufolge dürfen Jüdinnen und Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten.

Die Situation in Israels Hauptstadt ist aufgrund der Terrorwelle in den vergangenen Wochen ohnehin angespannt. Bei vier Terroranschlägen sind 14 Menschen getötet worden. Nun fallen Ramadan, das Pessach-Fest und Ostern zusammen und heizen die Stimmung zusätzlich ein. Bereits in den vergangenen Tagen sind zahlreiche Menschen bei Auseinandersetzungen in Jerusalem verletzt worden. (kas/dpa)

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