30.09.2020, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, und Dilek Kalayci (SPD), Gesundheitssenatorin von Berlin, verlassen eine ver.di-Kundgebung von Beschäftigten im Gesundheitswesen vor dem Tagungsort der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, hier auf einer Verdi-Kundgebung Ende September, wurde von CDU-Parteikollegen zur Kandidatur für den Parteivorsitz aufgefordert.

Noch unterstützt er Laschet

Mehrere CDU-Politiker wollen Spahn als Kandidat für den Parteivorsitz

Mehrere CDU-Politiker fordern Jens Spahn zu Kandidatur für den Parteivorsitz auf. Der Bundesgesundheitsminister unterstützt aber bislang Armin Laschets Bewerbung.

Berlin – Mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer Kandidatur für den Parteivorsitz aufgerufen. „Ich würde mich mit vielen anderen freuen, wenn Jens Spahn zur Wahl stünde“, sagte der Schwetzinger Abgeordnete Olav Gutting dem „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Freitag (09.10.2020). Gutting ist auch Mitglied im CDU-Präsidium.

CDU-Abgeordnete würden Jens Spahn bei Kandidatur für Parteivorsitz unterstützen

Der Magdeburger Abgeordnete Tino Sorge sagte dem Magazin zu einer möglichen Spahn-Kandidatur: „Meine Unterstützung hat er.“ Der CDU-Parlamentarier Michael Hennrich aus Nürtingen bezeichnete Spahn als idealen Partner eines möglichen Kanzlerkandidaten Markus Söder (CSU): „Jens Spahn würde gemeinsam mit Markus Söder für einen echten Generationenwechsel stehen.“

Die Äußerungen deuten auf Unzufriedenheit in der CDU mit den bisherigen Bewerbern für den bisherigen Vorsitzbewerber Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen hin. Spahn unterstützt bislang die Kandidatur von Laschet.

Jens Spahn könnte „Konsenskandidat“ für CDU-Parteivorsitz werden

In der Bundestagsfraktion und mehreren Landesverbänden fürchten offenbar viele Christdemokraten, dass keiner der drei der CDU im Wahljahr einen echten Schub verleihen kann. „Wir haben drei respektable und gestandene Persönlichkeiten als Kandidaten, aber keiner steht so richtig für Aufbruch und Erneuerung“, sagt der Mannheimer CDU-Abgeordnete Nikolas Löbel dem „Spiegel“.

Spahn habe nach der Kanzlerin die derzeit besten Umfragewerte, sagte Löbel. Das könne für die CDU „ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, aus drei Kandidaten einen Konsenskandidaten zu machen“.

Armin Laschet und Jens Spahn erteilten den Forderungen aber eine Absage. „Ich arbeite gut mit Jens Spahn zusammen, wir telefonieren regelmäßig und stimmen die Grundlinien miteinander ab“, sagte Laschet dem „Spiegel“. Und Spahn sagte: „Wer sich für den CDU-Vorsitz bewirbt, muss den Anspruch haben, Kanzlerkandidat der Union zu werden.“ (AFP)

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