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Die Bergstadt Kawkaban im Westen des Jemen.
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Die Bergstadt Kawkaban im Westen des Jemen.

Flugzeug-Attentat

Jemen - neue Hochburg der El Kaida

Der Jemen gilt als idealer Nährboden für Extremisten. Die US-Geheimdienste sind über Wachstum der Terrororganisation alarmiert.

Washington. Der gescheiterte Anschlag auf ein US-Verkehrsflugzeug hat den Blick der Weltöffentlichkeit unversehens auf den Jemen gelenkt. Dabei ist das Land auf der arabischen Halbinsel seit geraumer Zeit schon als neue Hochburg der in Afghanistan und Pakistan militärisch unter Druck geratenen El Kaida im Visier der US-Geheimdienste.

Die US-Nachrichtendienste sind besorgt über die wachsende Stärke der Extremistenorganisation, und Präsident Barack Obama hat nach Angaben von Regierungsvertretern in aller Stille die Unterstützung für den Jemen verstärkt.

Die El Kaida hat sich mittlerweile zu dem Versuch des 23-jährigen Nigerianers Umar Farouk Abdulmutallab bekannt, am ersten Weihnachtstag einen Airbus der US-Gesellschaft Nordwestern Airlines kurz vor der Landung in Detroit zu sprengen. Der von Mitreisenden und Besatzungsmitgliedern überwältigte Afrikaner hat ausgesagt, den Sprengstoff von Al-Kaida im Jemen erhalten zu haben. Die Extremistenorganisation hat in ihrer Selbstbezichtigung weitere Anschläge angedroht.

Damit sollten Angriffe auf militante Gruppen in dem Land vergolten werden. In den vergangenen Wochen hatten sich die USA wiederholt an Einsätzen der jemenitischen Regierung gegen die Extremisten beteiligt, bei denen auch Zivilisten getötet worden waren.

Die jemenitische Regierung hält allerdings die US-Unterstützung im Kampf gegen Al-Kaida für unzureichend. Sein Land benötige weiteren Hilfen bei der Ausbildung von Anti-Terror-Experten und mehr Ausrüstung, forderte Außenminister Abubakr al-Kirbi in einem Interview des BBC-Hörfunks. Schließlich könnten bis zu 300 Al-Kaida-Kämpfer in seinem Land Unterschlupf gefunden haben.

Als Kopf der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel gilt inzwischen der Saudi-Araber Saeed al-Schehri. Er ist ein alter Bekannter der USA, saß er doch bis November 2007 im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba ein.

Erschwerend für die USA kommt hinzu, dass unter den 198 Guantanamo-Häftlingen, die Obama freilassen will, 91 Jemeniten sind. Die oppositionellen Republikaner haben den Präsidenten denn auch aufgerufen, die Entlassung von Gefangenen in unsichere Länder wie den Jemen zu unterlassen.

Bislang sorgte das für seine Naturschönheiten und Baukultur bekannte Land vor allem durch Entführungen ausländischer Touristen für Negativschlagzeilen. Bürgerkrieg und die allgemeine Gesetzlosigkeit haben US-Regierungsvertretern zufolge den Jemen zu einem idealen Nährboden für die Al-Kaida gemacht.

"Das hat sich über mehrere Monate entwickelt", beschreibt ein Anti-Terror-Experte aus den USA die wachsende Stärke der Extremisten. Sie hätten den Jemen und Saudi-Arabien ins Visier genommen. "Aber es gibt Hinweise, dass sich Al-Kaida im Jemen mehr auf weltweite als auf regionale Ziele konzentriert, und das ist sehr besorgniserregend." (rtr)

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