Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Israel-Abkommen

Jared Kushner: Donald Trumps Schwiegersohn ist für den Nobelpreis nominiert

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
    schließen

Aufgrund seiner Rolle bei den „Abraham Accords“ schlägt ein ehemaliger Anwalt von Donald Trump dessen Ex-Berater Jared Kushner für den Friedensnobelpreis vor.

  • Jared Kushner wurde für den Nobelpreis in der Kategorie Frieden nominiert.
  • Der Schwiegersohn und Ex-Berater von Donald Trump war Wegbereiter historischer Abkommen zwischen Israel und muslimisch geprägten Ländern.
  • Unter den Nominierten sind auch Alexej Nawalny und Greta Thunberg.

Washington D.C. – Es sei ein Meilenstein in der Nahost-Politik gewesen. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan näherten sich Israel diplomatisch an und unterzeichneten zwischen August und Dezember 2020 entsprechende Verträge – unter Mitwirken der USA. Schlüsselfiguren bei den Treffen waren Awi Berkowitz, damaliger Sonderbeauftragter für internationale Verhandlungen, sowie Jared Kushner, Schwiegersohn und Ex-Berater von Donald Trump. Jetzt werden sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Nominiert wurden Jared Kushner und Awi Berkowitz von Alan Dershowitz, einem ehemaligen Anwalt von Donald Trump, der den Präsidenten in seinem ersten Amtsenthebungsverfahren verteidigt hatte. In seinem Schreiben an das Nobelkomitee begründete Dershowitz seine Nominierung und gab indirekt zu, dass sie kontrovers sein könnte: „Der Nobelpreis ist nicht für Popularität. Er ist auch keine Bewertung dessen, was die internationale Gemeinschaft von den Leuten denken könnte, die dazu beigetragen haben, den Frieden zu bringen. Es ist eine Auszeichnung dafür, die überwältigenden Kriterien zu erfüllen, die Alfred Nobel in seinem Testament festgelegt hatte.“

Jared Kushner wurde für den Friedensnobelpreis nominiert.

Annäherung muslimisch geprägter Länder an Israel: Jared Kushner für Nobelpreis nominiert

Jared Kushner nahm sogleich Stellung und sagte, dass es eine Ehre sei, für den Nobelpreis nominiert zu werden. Als ehemaliger Professor an der Harvard Law School ist Dershowitz dazu berechtigt, Individuen oder Organisationen für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Im Schreiben hob der Ex-Trump-Anwalt auch die Arbeit der ehemaligen Botschafter David Friedman und Ron Dermer hervor, die die USA und Israel jeweils im anderen Staat vertreten hatten.

Ex-Trump-Anwalt nominiert Jared Kushner für den Nobelpreis

Im Oktober wird der Friedensnobelpreis verliehen. Der kontroverse Abgang von Donald Trump aus dem Weißen Haus könnte einem Sieg allerdings in die Quere kommen. Die sogenannten „Abraham Accords“, die in Washington unterzeichnet wurden, sind zudem keine wirklichen Friedensverträge. Zwischen den involvierten Länder hatte es bereits informelle Beziehungen gegeben. Im Krieg waren sie untereinander nicht. Vom israelisch-palästinensischen Konflikt ist in den Dokumenten kaum die Rede. Die neue US-Regierung unter Joe Biden hat vor, alle Rüstungsdeals der Trump-Administration, unter anderem mit Saudi-Arabien und den VAE, genau unter die Lupe zu nehmen, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.

Neben Jared Kushner und Awi Berkowitz wurden auch der russische Putin-Kritiker Alexej Nawalny, die Umweltaktivistin Greta Thunberg und die Weltgesundheitsorganisation WHO für den Friedensnobelpreis nominiert. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Chris Kleponis via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare