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Jared Kushner und Donald Trump bei einer Sitzung im Weißen Haus.
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Wie der (Schwieger)vater, so der (Schwieger)sohn: Jared Kushner hat wegen seiner Immobilienfirma Probleme mit dem Gesetz.

USA

Donald Trump: Schwiegersohn Jared Kusher hat wieder Ärger mit der Justiz

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Betrug an Mietern, überzogene Gebühren und von Ratten infizierte Wohnungen: Eine Immobilienfirma in Besitz von Trump Schwiegersohn Jared Kushner wird verklagt.

Maryland – Was der Generalstaatsanwalt von Maryland, Brian Frosh, beschreibt, klingt wie aus einem schlechten Film. „Westminster“, eine Firma in Besitz von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und dessen Bruder Joshua Kushner, soll bei ihren Wohnungen in Baltimore über Jahre hinweg so ziemlich alles falsch gemacht haben, was eine Immobilienfirma überhaupt nur falsch machen kann. Dies berichtet die Website Salon. Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner war bis 2017 selbst CEO der „Kushner Companies“, zu denen die Immobilienfirma gehört, behielt nach seinem Wechsel ins Weiße Haus aber seine Anteile an dem Unternehmen.

Die Vorwürfe des Generalstaatsanwaltes gegen die Immobilienfirma beginnen mit der Irreführung von Kunden. Denn anstatt den Mieter:innen bei Besichtigungen ihre mögliche, zukünftige Wohnung zu zeigen, wurde ihnen eine frisch renovierte „Beispielwohnung“ gezeigt. Eine Mieterin beschwerte sich bereits 2013, dass die Wohnung, in die sie dann tatsächlich einzog, mit Mäusen befallen war. Ein Mieter beschreibt, dass seine „neue“ Wohnung unglaublich dreckig gewesen sei und sich bereits am Tag des Einzuges die Küchendecke gewölbt habe. Dies sei nie repariert worden.

Trump Schwiegersohn Jared Kushner: Immobilienfirma hat fast alles falsch gemacht

Brian Frosh wirft laut Salon der Immobilienfirma von Jared Kushner außerdem vor, mehr als eintausend Mal Gebühren illegal berechnet und ohne die notwendigen Lizenzen eigenmächtig Schulden eingezogen zu haben. Laut den Gesetzen von Maryland dürfen Hauseigentümer außerdem maximal 25 US-Dollar für Bewerber kassieren, die Kushner-Firma berechnete im Falle von mehr als 15.000 Kunden jedoch mehr als das Doppelte. Außerdem berechnete die Firma Maklergebühren selbst dann, wenn gar kein Makler beauftragt worden war. Dies soll ganze 28.000 Mal geschehen sein.

Auch Gerichtskosten soll die Firma mindestens 2642 mal 30 US-Dollar zu hoch berechnet haben. Richterin Emily Daneker entschied, dass „diese Umstände nicht zu dem Schluss kommen, dass es sich dabei um Einzelfälle oder rein zufällige Fehler handelte“. Kurzum: Die Firma handelte nach dem Urteil des Gerichts mit Absicht.

Vor Gericht: Jared Kushners Firma soll über Jahre hinweg gegen das Gesetz verstoßen haben

Wie Frosh in seiner Klage schreibt, fanden diese Verstöße über Jahre hinweg kontinuierlich statt. Bereits 2017 hatte Baltimore County, wo der Großteil der Wohnungen zu finden ist, in einer Untersuchung innerhalb von 10 Monaten mehr als 200 Verstöße gegen Wohnungsrecht festgestellt, berichtet Salon.

Frosh wirft Jared Kushners Immobilienfirma vor, die Mieter:innen ausgenutzt zu haben: „Viele davon waren finanziell sehr verletzlich“. Die Firma habe die Gesundheit ihrer Mieter:innen riskiert und dies hätten in Wohnungen leben müssen, die „mit Ratten und Dreck verschmutzt waren, immer wieder gab es Wasserrohrbrüche die Schimmel verursachten.“ In der Vergangenheit machte Kushner mit nicht gerade sauberen Immobiliendeals in den USA von sich reden.

Jared Corey Kushner
Geboren10. Januar 1981, Livingston, New Jersey
EhepartnerinIvanka Trump (verh. 2009)
KinderArabella Rose Kushner, Theodore James Kushner, Joseph Frederick Kushner
ElternCharles Kushner, Seryl Kushner

Richterin gibt Klägern gegen Immobilienfirma von Jared Kushner größtenteils recht

Richterin Daneker gab laut Salon den Klägern nun zu großen Teilen recht. Lediglich die Aussage, dass die Immobilienfirma von Joshua und Jared Kushner in Bezug auf ihre Fähigkeit zur Unterhaltung der Immobilien gelogen habe, und dass die Verstöße dauerhaft stattgefunden hätten, bezweifelt Daneker. Den Vorwurf eines „politischen Verfahrens“ seitens des Unternehmens wies sie zurück. „Westminster“-Anwalt Christopher Smith sagte hingegen, dass die Entscheidung des Gerichtes den Großteil der überzogenen Anschuldigungen des Generalstaatsanwaltes zurechtgerückt habe. Generalstaatsanwalt Frosh hat sich bisher nicht zu dem Urteil geäußert.

Beide Seiten haben nun 30 Tage Zeit, um auf das Urteil zu reagieren. Dann wird das Gericht das finale Urteil sprechen. Für Jared Kushners Immobilienfirma wird dies wohl auf Millionenbeträge an Schadensersatz- und Strafzahlen hinauslaufen. (als)

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