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Beatrix von Storch, AfD-Vize, Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, und Sven von Storch im Präsidentenpalast.
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Beatrix von Storch, AfD-Vize, Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, und Sven von Storch im Präsidentenpalast.

Beatrix von Storch in Brasilien

Treffen zwischen Bolsonaro und AFD-Vize von Storch: Wenn Neue Rechte sich vernetzen

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Jair Bolsonaro und Beatrix von Storch (AfD) treffen sich in Brasilien. Die Vernetzung der Neuen Rechten schreitet voran, mahnt ein Politologe.

Brasília - In Brasilien hat sich Beatrix von Storch, die AfD-Vize, mit Präsident Jair Bolsonaro getroffen. Der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel nannte das ein „Symbol für die internationale Zusammenarbeit von rechten Parteien und politischen Akteuren“.

Nach dem Regierungsende von Ex-Präsident Donald Trump verdeutliche dieses Treffen die engen Verbindungen der Neuen Rechten und ihre voranschreitende Vernetzung untereinander, sagte Stuenkel. Der Politologe von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo gab einen Einblick in die Abläufe rechtspolitischer Akteure.

Internationale Stärkung rechter Netzwerke: Brasilien übernimmt Schlüsselrolle

Bereits mit der US-Regierung unter Trump habe man die internationale Stärkung rechter Netzwerke vorangetrieben. Akteure aus den USA, so etwa der frühere Trump-Chefstratege Steve Bannon, hätten die Vernetzung überwacht und gefördert, sagte Stuenkel.

Mit dem Wechsel der US-Regierung sei diese führende Rolle gewissermaßen an Brasilien gegangen. Der Politologe erklärte: „Hauptsächlich geht es dabei um Best Practices in dem Bereich, wie man Politik macht, also etwa welche Online-Plattformen am besten funktionieren.“

Der brasilianische Präsident steht derzeit stark in der Kritik: Jair Bolsonaro wird Korruption vorgeworfen, seine Ex-Schwägerin hatte diese in belastenden Audioaufnahmen praktisch zugegeben. Wegen Bolsonaros Corona-Politik gehen regelmäßig Menschen in Brasilien auf die Straße und demonstrieren. Sie fordern eine Amtsenthebung, während Bolsonaro immer mehr an Unterstützung verliert.

Treffen von Beatrix von Storch und Jair Bolsonaro: „Konservative Werte“ fördern

Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete, soll sich bereits in der Woche vom 19.07.2021 mit Bolsonaro getroffen haben. Darüber informierte das Bundestagsbüro der Partei. Zuvor hatte sich Bolsonaro von einer Not-Behandlung im Krankenhaus erholt, bei ihm wurde ein Darmverschluss diagnostiziert.

Am Montag (26.07.2021) postete die Politikerin ein Foto von sich und dem rechtspopulistischen Staatsoberhaupt. Dazu schrieb sie, dass auch konservative Parteien und Politiker:innen sich „stärker vernetzen und auf internationaler Ebene für unsere konservativen Werte einstehen“ müssten.

NameBeatrix von Storch
Geburtsdatum, -ort27. Mai 1971 in Lübeck (Deutschland)
ParteizugehörigkeitAlternative für Deutschland (AfD)
Politisches AmtStellvertretende AfD-Vorsitzende ;Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2017

Politologe mahnt nach Bolsonaro-Treffen mit AfD-Vize vor Stärkung rechter Netzwerke

Die Reaktionen auf den Instagram-Post sind durchwachsen: 1.378 Personen (Stand: 27.07.2021) gefällt er, in den Kommentaren wechseln sich Herzen mit negativen Kommentaren, wie sich erbrechenden Smileys, ab. „Einfach nur abartig“, kommentiert Supertalent-Gewinner und Drag-Künstler Marcel Kaupp (Marcella Rockefeller) den Beitrag der Politikerin.

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Politologe Stuenkel hingegen mahnt: „Zugang zu Regierenden stärkt solche Gruppierungen immer.“ Kritik für das Treffen gab es auch von den brasilianischen Linken. So schrieb die Vorsitzende der Arbeiterpartei von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, Gleisi Hoffmann, auf Twitter: „Bolsonaros internationale Treffen setzen das Land nur herab.“ (jey/dpa)

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