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Rudi Dutschke am 6. Februar 1968 in London.
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Rudi Dutschke am 6. Februar 1968 in London.

1968

Das Jahr der Rebellion

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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  • Ursula Rüssmann
    Ursula Rüssmann
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In Vietnam verlieren die USA den Krieg, in Deutschland toben Studentenproteste und Rudi Dutschke wird Opfer eines Anschlags - Rückblick auf ein turbulentes Jahr.

30. Januar: Im Vietnamkrieg, wichtiger Katalysator der 68erProteste, starten Nordvietnams Armee und der Vietcong mit 80 000 Soldaten die Tet-Offensive. Sie beschert den USA und ihren Verbündeten einen schweren militärischen Rückschlag. 

1. Februar: Der US-Kriegsfotograf Eddie Adams fotografiert, wie der Polizeichef von Saigon, Nguyen Ngoac Loan, einen Vietcong durch einen Kopfschuss tötet. Das Bild wird zum Symbol für die Grausamkeit des Kriegs.

1./2. Februar: In der Nacht werden in verschiedenen Filialen des Springer-Konzerns in Berlin Fenster eingeworfen. Flugblätter fordern: „Enteignet Springer“.

3. April: Nach Brandanschlägen auf zwei Frankfurter Kaufhäuser werden Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein festgenommen.

4. April: Der schwarze Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King wird in Memphis von James Earl Ray erschossen. Der Mord löst in mehr als 100 Städten der USA blutige Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten aus. Weltweit kommt es zu Solidaritätskundgebungen.

5. April: Studentenführer Rudi Dutschke wird bei einem Mordanschlag in West-Berlin schwer verletzt. Das Attentat löst bundesweite Proteste mit Zehntausenden Teilnehmern und teils blutigen Zusammenstößen mit der Polizei aus, die sogenannten Osterunruhen. Auch in Amsterdam, Prag, Brüssel, Wien, Bern, Zürich, Paris, London, Rom, Tel Aviv, New York und Toronto wird demonstriert.

6. April: Der Politologe Wolfgang Abendroth ruft die protestierenden Studenten auf, sich mit den Arbeitern zusammenzuschließen.

7. Mai: Höhepunkt der Mai-Unruhen in Frankreich. Millionen Menschen in vielen Städten nehmen teil. Ein Generalstreik lähmt das Land wochenlang. 

8. Mai: Senat und Rektor der Uni Frankfurt stellen den normalen Lehrbetrieb ein.

9. Mai: Der Bundestag verabschiedet unter massivem Protest der Außerparlamentarischen Opposition (APO) die Notstandsgesetze. Sie erlauben es, in bestimmten Fällen wichtige Grundrechte einzuschränken.

10. August: Sowjetische und weitere Truppen des Warschauer Pakts marschieren in der Tschechoslowakei ein und schlagen den Prager Frühling nieder, den Versuch eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. 

11. August: Bei einer Schweigekundgebung vor der Sowjet-Botschaft in Ostberlin werden viele Teilnehmer festgenommen. 

13. November: Beim CDU-Bundesparteitag in Berlin ohrfeigt Beate Klarsfeld Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.

14. November: Während einer Delegiertensitzung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) in Hannover verteilen Studentinnen der feministischen Weiberräte aus Protest gegen die Vorherrschaft der Männer in der Bewegung Flugblätter mit der Forderung: „Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!“ 

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