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Ermittlungen gegen Trump Organization

Ivanka Trump ist auffallend still – „Wenn jemand Donald in den Rücken fällt, dann sie“

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die Ermittlungen gegen die Trump Organization ziehen weitere Kreise. Nun stellt sich die Frage, wie Donalds Kinder agieren. Allen voran Ivanka Trump.

New York – Steuern zahlen. Für viele reiche Menschen ein Ärgernis, das sie es gerne vermeiden. Das gilt auch für Donald Trump, selbst erklärter Milliardär und 45. Präsident der USA. Die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Manhattan wirft seiner Firma, der Trump Organization, unter anderem Steuerbetrug und Bilanzfälschung vor.

15 Punkte umfasst die Klage gegen den Familienkonzern von Donald Trump. Ebenfalls beschuldigt wird Allen Weisselberg, der langjährige Finanzvorstand der Trump Organization. Weisselberg wurde vor einer Woche in Handschellen vor einen Richter geführt.

Donald Trump Jr. und Eric Trump verteidigen ihren Vater

Das sorgte für helle Aufregung in der Familie des ehemaligen Präsidenten. Donald Trump Jr. nannte Weisselberg einen treuen Mitarbeiter, der eine solche Behandlung nicht verdient habe. Dass sein Vater ihm ein Auto bezahlt und die Schulgebühren seiner Enkelkinder übernommen habe, sei ein reiner Akt der Barmherzigkeit gewesen. Er sei eben „ein guter Kerl“, der Donald Trump.

Donald Trump und seine Tochter Ivanka. (Archivfoto)

Der zweite Sohn von Donald Trump, Eric Trump, blies in dasselbe Horn. Wie sein großer Bruder ist auch Eric in leitender Funktion in der Trump Organization tätig. Er bezeichnete die Vorwürfe als absurd, was sein Vater und die Familienfirma getrieben hätten, sei ganz normal und würde von allen so gemacht werden. Außerdem seien die Vergehen der Finanzunternehmen an der Wall Street viel schlimmer, so Eric Trump.

Ivanka Trump bleibt auffallend still

Auffallend still bleibt dagegen das dritte Kind von Donald Trump, das in die Leitung des Familienkonzerns verwickelt ist: Ivanka Trump. Die ehemalige Beraterin im Weißen Haus hat sich bislang noch gar nicht zu den Vorwürfen gegen ihren Vater und dessen Konzern geäußert. Überhaupt scheut sie, genauso wie ihr Ehemann Jared Kushner, seit dem Aufstand am Kapitol am 06. Januar die Öffentlichkeit.

Ivanka Trump, hier noch im Weißen Haus: Fällt sie ihrem Vater in den Rücken? (Archivfoto)

Dafür gibt es laut der Ivankas Cousine einen Grund. Mary Trump, die abtrünnige Nichte Donald Trumps, äußerte sich unlängst zu den Ermittlungen gegen die Trump Organization in dem Podcast „The Abnormal“ des US-Nachrichtenportals Daily Beast. „Wenn jemand Donald Trump in den Rücken fällt, dann ist das Ivanka“, sagte Mary Trump – und erklärte: „Sie hat am meisten zu verlieren.“

Ivanka Trump: Wird sie zum Kronzeuge der Ermittlungen gegen Donald Trump?

Laut Mary Trump ist es sogar wahrscheinlicher, dass Ivanka gegen ihren Vater aussagt, als dass Allen Weisselberg noch die Seiten wechselt. „Es ist unwahrscheinlicher, dass sie loyal bleibt“, so Mary Trump im Podcast. Im Gegensatz zu dessen Kindern habe Weisselberg eine echte Beziehung zu Donald Trump aufgebaut. Die Verbindung zwischen Ivanka, Eric und Donald Jr. zu ihrem Vater sei „vollkommen auf Transaktionen“ beschränkt.

Ivanka Trump und Jared Kushner halten sich seit Jahresanfang aus der Öffentlichkeit.

Doch wurden weder Ivanka Trump noch ihre Brüder bislang angeklagt. Diese zweifelhafte Ehre wurde nur Allen Weisselberg zuteil, dem hochrangigsten Angestellten der Trump Organization, der nicht den Nachnamen Trump trägt. Doch allzu sicher fühlen sollte Ivanka sich nicht.

Im September letzten Jahres hatte eine Recherche der New York Times ergeben, dass Ivanka Trump zwischen den Jahren 2010 bis 2018 Beraterhonorare von der Trump Organization erhalten hatte – obwohl sie zu diesem Zeitpunkt Vizepräsidentin des Konzerns war. Die Honorare wiederum machte ihr Vater auf seiner Steuerklärung geltend. Nun wird das Finanzgebaren der Firma Trump in genau diesen Jahren vor Gericht auseinander genommen werden. Grund genug für Ivanka Trump, sich Gedanken zu machen; über ihre persönliche Zukunft, über die Gefahr einer Verurteilung und über ihr Verhältnis zu ihrem Vater. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Carolyn Kaster/AP/dpa

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