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Ivanka Trump soll vor Ausschuss aussagen – und was macht eigentlich Jared Kushner?

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Von: Max Schäfer

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Ivanka Trump wird mit den Folgen des Handelns ihres Vaters konfrontiert. Eine weitere Zusammenarbeit ihres Ehemannes Jared Kushner mit Donald Trump scheint ausgeschlossen.

Washington D.C/Miami. – Ivanka Trump steht derzeit im Fokus mehrerer Ermittlungen. Im Zusammenhang mit den Vorwürfen, dass die Trump Organization ihre Bilanzen gefälscht habe, um sich finanzielle Vorteile zu sichern, untersucht die Staatsanwaltschaft New York Ivankas Kontakte zur Deutschen Bank. Auch der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses will die 40-Jährige zum Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 befragen. Die Abgeordneten forderten Ivanka Trump am Donnerstag (20.01.2022) öffentlich dazu auf, freiwillig zu kooperieren.

Ivanka Trump habe am Tag des Sturms auf das Kapitol in „Schlüsselmomenten in direktem Kontakt“ zu ihrem Vater gestanden, erklärte Bennie Thombson, der den Vorsitz des Untersuchungsausschusses innehat. Die Kongressabgeordneten erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Versuche Donald Trumps, seinen Vize Mike Pence zu überreden, die Bestätigung von Joe Bidens Wahlsieg zu blockieren.

Jared Kushner und Ivanka Trump
Jared Kushner und Ivanka Trump berieten Donald Trump im Weißen Haus. (Archivfoto) © Evan Vucci/dpa

Ivanka Trump soll vor Untersuchungsausschuss sprechen

Auch die Rolle von Ivanka Trump selbst beim Sturm auf das Kapitol ist von Interesse für den Ausschuss. Sie soll am 6. Januar 2021 ihren Vater Donald Trump mindestens zweimal gebeten haben, die Gewalt zu beenden, wie der Ausschuss Anfang Januar 2022 erklärte.

Der Untersuchungsausschuss bat Ivanka Trump, am 3. oder 4. Februar 2022 freiwillig zu kooperieren. Ivanka Trump habe bei der Kundgebung am 6. Januar nicht gesprochen. „Wie sie an diesem Tag um 15.15 Uhr öffentlich erklärte, ist ‚jede Sicherheitsverletzung oder Missachtung unserer Strafverfolgungsbehörden inakzeptabel“, erklärte ein Sprecher Trumps auf Nachfrage des Online-Mediums Axios.

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Jared Kushner: Künftige Zusammenarbeit mit Donald Trump wohl ausgeschlossen

Während Ivanka Trump mit den Folgen des unternehmerischen und politischen Handelns ihres Vaters konfrontiert ist, distanziert sich ihr Ehemann Jared Kushner durch sein eigenes unternehmerisches Handeln von einer weiteren Tätigkeit für Donald Trump. Wie Ivanka war Kushner während der Trump-Präsidentschaft Berater im Weißen Haus.

NameJared Corey Kushner
Geboren10. Januar 1981 in Livingston, New Jersey
EhepartnerinIvanka Trump (verheiratet seit 2009)
Tätigkeit in der Trump-Regierung (2017-2021)Chefberater
BerufFinanzinvestor

Jared Kushner baut derzeit das Investment-Unternehmen Affinity Partners auf und Insider gehen davon aus, dass er diesen Weg fortsetzt, selbst wenn sein Schwiegervater Donald Trump ins Weiße Haus zurückkehren sollte. „Er kann sein Leben nicht einfach damit verbringen, darauf zu warten, was Trump tun oder nicht tun kann“, zitiert das US-Online-Medium Axios eine Person aus Kushners Umfeld. „Die Leute wären nicht in das Unternehmen eingetreten, wenn sie dachten, Jared würde in ein paar Jahren gehen.“

Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner baut Investment-Unternehmen auf

Kushners Unternehmen habe sich bereits mehr als drei Milliarden US-Dollar an zugesagten Mitteln gesichert. Affinity plant demnach, in Unternehmen aus den USA und Israel zu investieren, die nach Expansionsmöglichkeiten in Indien, Afrika, Teilen Asiens und dem Nahen Osten suchen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Viele Investoren hat Kushner laut Axios während seiner Zeit als Politikberater kennengelernt. (ms)

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