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Tochter von Donald Trump

Ivanka Trump twittert wütend über ihre Anhörung: „Rachegelüste“ und „Steuerverschwendung“

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Ivanka Trump, Tochter von Donald Trump, sendet einen wütenden Tweet, nachdem sie sich gegenüber der Staatsanwaltschaft von Washington D.C. erklären musste.

  • Ivanka Trump: Angeblich will die Lieblingstochter von Donald Trump die erste US-Präsidentin werden.
  • Donald Trumps älteste Tochter Ivanka Trump will wohl in die Fußstapfen ihres Vaters treten.
  • US-Wahl 2020: Ivanka Trump drohen juristische Konsequenzen. Sie musste offenbar vor einem Gericht aussagen.

Update von Freitag, 04.12.2020, 12.30 Uhr: Ivanka Trump hat wütend auf eine Befragung durch die New Yorker Staatsanwaltschaft reagiert. In einem Tweet schreibt die Tochter des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump: „Ich wurde in dieser Woche mehr als fünf Stunden vom Büro des demokratischen Bundesstaatsanwaltes in Washington D.C. verhört. Sie stellten die Preise infrage, die das Trump Hotel anlässlich der Amtseinführung berechnete.“ Sie selbst habe der Staatsanwaltschaft eine E-Mail von vor vier Jahren vorgelegt, in der sie das Hotel angewiesen haben, einen „fairen Marktpreis“ zu berechnen, schreibt Trump.

Die engste Beraterin ihres Vaters fügt hinzu: „Genau das hat das Hotel getan. Die Ermittlung ist nichts anderes als eine politisch motivierte Demonstration der Rache und eine Verschwendung von Steuergeldern.“ Ganz an den Haaren herbeigezogen sind die Anschuldigungen gegen Ivanka Trump tatsächlich nicht. Wie „The Daily Beast“ berichtet, sollen der Staatsanwaltschaft E-Mails von Rick Gates, dem stellvertretenden Leiter des Amtseinführungskomitees vorliegen. In diesen E-Mails soll sich Gates besorgt über die Höhe der Hotelrechnung gezeigt und die Befürchtung geäußert haben, dass „die Medien eine große Geschichte daraus machen.“

Ivanka Trump muss vor Gericht aussagen - ihre großen Pläne erhalten einen Dämpfer

Erstmeldung von Donnerstag, 03.12.2020. 13.56 Uhr: Washington – Um Donald Trump und seine Familie wird die Luft immer dünner: Dem abgewählten US-Präsidenten drohen nach dem Verlust seiner Immunität mehrere Klagen. Es geht dabei unter anderem um Steuerhinterziehung und Vergewaltigung. Offenbar steht nun aber auch wieder ein altbekannter Vorwurf im Raum: Es geht um Zahlungsflüsse im Kontext der Feier zu Donald Trumps Amtseinführung 2017.

Ivanka Trump wütet nach einer stundenlangen Befragung durch die Staatsanwaltschaft von Washington D.C. (Archivbild)

Dabei sollen mehr als eine Million Dollar „ungerechtfertigte Zahlungen“ an ein Hotel in Washington geflossen sein. Deshalb müssen sich nun offenbar auch seine älteste Tochter Ivanka Trump und seine Ehefrau Melania Trump rechtfertigen. Dies geht aus Gerichtsunterlagen hervor, über die „CNN“ berichtete. Dem Bericht zufolge haben bisher der Manager des betroffenen Hotels in Washington und Ivanka Trump aussagen müssen. Anscheinend geht es um Spenden für die Amtseinführung und Promi-Übernachtungen in dem Trump-Hotel in Washington.

Bereits zuvor wurden Vorwürfe gegen die Trumps laut, dass es Unregelmäßigkeiten bei Spendengeldern gegeben habe: Die ehemalige Vertraute und Mitarbeiterin von Melania Trump, Stephanie Winston Wolkoff, die die Feier organisierte, wurde im Zuge dessen entlassen.

US-Wahl 2020: Ivanka Trump und Melania Trump müssen sich rechtfertigen

Ob die neuen Enthüllungen Folgen für Ivanka Trumps Pläne haben werden, ist fraglich. Allerdings hat die Lieblingstochter des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump laut Informationen von Insider:innen einen Plan: Ivanka Trump will in die Fußstapfen ihres Vaters Donald Trump treten und weiter in der Politik tätig sein. Die ehemalige Schmuckdesignerin hat sich nach ihrem eher unerwarteten Aufstieg zur Präsidenten-Beraterin ihres Vaters Donald Trump nun offenbar sehr hohe Ziele gesetzt: Gerüchten zufolge möchte Ivanka Trump die erste Präsidentin der USA werden.

Die Ambitionen von Ivanka Trump hatte schon ihre Mutter und Ex-Frau von Donald Trump, Ivana Trump, in einer Talkshow ausgeplaudert. Auf die Frage, ob Ivanka die nächste Präsidentin der USA werden möchte, sagte Mutter Ivana Trump: „Sie ist jeden Tag im Weißen Haus. Sie ist jeden Tag an der Seite ihres Vaters. Ich glaube, sie könnte eines Tages die erste US-Präsidentin werden.“ Außerdem lobte die Mutter ihre Tochter natürlich in den höchsten Tönen: „Sie ist verdammt schlau („smart as hell“)“. Sie ist schön, [...] . Was kann man mehr haben?“ Offenbar zählen für Ivana Trump politische Erfahrung und eine fundierte Ausbildung nicht so stark wie Aussehen und Kontakte. Der ganze Auftritt von Donald Trumps Ex-Frau Ivana Trump mutete allerdings skurril an: Der Abend vor dem Interview habe sie nach eigenen Angaben mit einem Glas Weißwein und Schlaftabletten verbracht.

Ivanka Trump: Vertraute packt über die Ambitionen der Lieblingstochter von Donald Trump aus

Auch eine ehemalige Mitarbeiterin von Ivanka Trump hat die Ambitionen der Lieblingstochter von Donald Trump offenbart. Marissa Velez Kraxberger nennt Ivanka Trump „identisch“ mit ihrem Vater. Kraxberger äußerte auch die Vermutung, dass Ivanka Trump die erste Präsidentin der USA werden möchte. Kraxberger sagte gegenüber der Washington Post, dass sie nicht glaube, dass Ivanka in irgendeiner Weise Interesse an Mode habe, aber alles, was ein Weg sei, Macht zu erlangen, sei Ivanka Trump recht. So könnte es auch mit der Politik sein.

Dass Ivanka Trump kein besonderes politisches Profil, geschweige denn Rückrat hat, wurde schon an vielen Stellen deutlich: Vor den politischen Aktivitäten ihres Vaters Donald Trump waren sie und Jared Kushner vor allem dafür bekannt, auf Fundraiser-Veranstaltungen der Demokraten aufzutreten. Auch soll Ivanka Trump vor der Wahl ihres Vaters zum US-Präsidenten Sorge gehabt haben, dass die rassistische Rhetorik ihres Vaters Wähler:innen und Kund:innen sowie Geschäftspartner:innen der Trump Organization abschrecken könnte. Nach seinem Sieg bei der US-Wahl 2016 soll Ivanka Trump ihre kritische Haltung geändert haben: Der Erfolg gebe ihrem Vater Donald Trump recht.

USA: Ivanka Trump könnte in die Fußstapfen von Donald Trump treten

Nachdem eine ehemalige Freundin einen enthüllenden Artikel über Ivanka Trump geschrieben hat, ist inzwischen auch mehr über ihr Verhältnis zu ihrem Vater Donald Trump bekannt. Die Enthüllungen zeigen, dass Donald Trump ein narzisstisches Verhältnis zu seiner Tochter pflegt. Auch das Enthüllungsbuch des ehemaligen Trump-Vertrauten und mittlerweile verurteilten Anwalts Michael Cohen zeichnet eine Stimmung im Trump-Tower, die eher der einer Sekte gleicht: Widerspruch sei nicht erlaubt.

Ivanka Trump hingegen versucht sich gerne als moderne, arbeitende Frau darzustellen: So schrieb sie ein Buch über ihren Weg als arbeitende Mutter. Dass Ivanka Trump aber auch hier Frauenrechte und Privilegien nur für sich beansprucht, macht ihre ehemalige Mitarbeiterin Kraxberger deutlich: Während Ivanka Trump Mutterschutz und Frauenrechte bewirbt, gesteht sie das ihren eigenen Angestellten nicht zu. Auf jeden Fall musste Kraxberger um ihren eigenen Mutterschutz in der Firma von Ivanka Trump kämpfen. Erwartet wurde offenbar von ihr, eine Woche nach der Geburt an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.

Ivanka TrumpSchmuckdesignerin, Beraterin des US-Präsidenten
GeburtsortNew York
Geburtsdatum30. Oktober 1981 (39 Jahre)
ElternDonald Trump, Ivana Trump
Geschwister Eric Trump, Donald Trump Jr., Barron Trump, Tiffany Trump
EhemannJared Kushner

Donald Trumps Lieblingstochter scheint Pläne für die Präsidentschaft zu haben

Tatsächlich könnte eine Karriere im Weißen Haus aber auch daran scheitern, dass Ivanka Trump zwar immer gerne von feministischen Erfolgen der Frauenbewegung profitiert, sich aber nun der republikanischen Partei verschrieben hat. Dies betrifft zum Beispiel das Thema Abtreibung. Wieso sollten ausgerechnet die konservativen Parteikolleg:innen Ivanka Trump den Vorzug bei einer Kandidatur geben? Fraglich bleibt, ob der Trump-Bonus, der in Ivankas Leben immer eine Rolle gespielt hat, auch so viele Wähler:innen mobilisieren könnte, wie dies ihrem Vater Donald Trump mit seinen Parolen traurigerweise gelungen ist. Vielleicht könnte dies ja über einen Umweg gelingen, wenn Ivanka Trump ihren Vater Donald Trump als engsten Berater wieder mit ins Weiße Haus einziehen lässt.

Ob es mit dem Jobwechsel in die Politik wirklich klappt, ist dahin gestellt: In New York jedenfalls scheint es Ivanka Trump nicht mehr so leicht möglich zu sein, in ihr altes Umfeld, die New Yorker High Society, zurückzukehren. Zudem sollen Ivanka Trump und Ehemann Jared Kusher nervös sein, da das Oberste Gericht von New York Untersuchungen zu Steuerbetrugsvorwürfen in der Trump Organization ausdehnen könnte. Ivanka Trump nannte den Vorgang auf Twitter eine Drangsalierung der New Yorker Demokraten und als „eine rein politisch motivierte Rache“. Neben Ivanka Trump werden auch ihrem Bruder Donald Trump Jr. Ambitionen für die Präsidentschaftskandidatur zugetraut. Der Trumpismus könnte also noch lange nicht vorbei sein. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © AL DRAGO via www.imago-images.de

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