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Meloni gewinnt Italien-Wahl: US-Rechte und Trump-Vertraute feiern

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Von: Tim Vincent Dicke

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Der Sieg von Giorgia Meloni in Italien sorgt bei Rechten in den USA für Freude. Nun folge ein Sieg des Trump-Lagers bei den Zwischenwahlen, so das Narrativ.

Washington D.C./Rom – Mit einem Bündnis um Giorgia Meloni und ihrer Partei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) konnte die radikale Rechte einen deutlichen Wahlsieg in Italien einfahren. Der Rechtsruck schockiert zwar weite Teile der EU, doch nicht alle in Europa haben deswegen schlechte Laune – und bei konservativen Republikaner:innen in den USA ist die Freude groß.

Das Wahlergebnis in Italien sei ein Zeichen dafür, dass autoritäre Führungen im Stil von Donald Trump nun auch international Anklang finden würden, so die Lesart einiger Rechtskonservativer. Zudem könne man sich sicher sein, dass bei den Zwischenwahlen im November viele Wählerstimmen an Trump-freundliche Kandidat:innen gehen werden. Die Italien-Wahl sei quasi ein Vorbote für die politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten.

Italien-Wahl erfreut Trump-Verbündete in den USA

„Herzlichen Glückwunsch an Giorgio Meloni und an das italienische Volk“, schrieb die Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Greene reagierte auf ein Video, in dem sich Meloni gegen eine angebliche Gender-Ideologie, die den Westen beherrschen würde, ausspricht. „So wunderschön gesagt“, schrieb die Abgeordnete aus dem US-Bundesstaat Georgia. Greene gilt als enge Vertraute des früheren US-Präsidenten Donald Trump.

Ihre republikanische Kollegin aus Colorado, Lauren Boebert, sieht nicht nur das Ergebnis in Italien als Beweis dafür an, dass die politische Linke weltweit nichts als Zerstörung anrichten würde. Auch die Wahl in Schweden sprach sie an – dort gewann das konservativ-rechte Bündnis, dem die rechtspopulistischen Schwedendemokraten angehören.

Marjorie Taylor Greene bei einer Kundgebung
Marjorie Taylor Greene ist erfreut über den Sieg der Rechten in Italien. (Archivbild) © Jeff Swensen/AFP

„In diesem Monat hat Schweden für eine rechtsgerichtete Regierung gestimmt. Jetzt hat Italien für eine starke rechte Regierung votiert. Die ganze Welt beginnt zu verstehen, dass die woke Linke nichts anderes tut als zu zerstören“, teilte Boebert auf Twitter mit. Am 8. November ständen nun die Zwischenwahlen an – „die USA werden unser Parlament und den Senat wieder in Ordnung bringen! Lasst die Freiheit regieren!“, so die Republikanerin auf der Plattform.

Kopfschütteln für Meloni-Begeisterung: „Aber die Republikaner sind keine Faschisten ...“

Tom Cotton, Senatsabgeordneter aus Arkansas, möchte mit Melonis Partei sogar eng kooperieren. „Herzlichen Glückwunsch an Giorgia Meloni und die Gewinner der italienischen Wahlen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr und anderen italienischen Politikern, um unsere gemeinsamen Interessen zu fördern. Amerika ist stärker, wenn Italien stark, souverän, wohlhabend und frei ist“, so der republikanische Politiker.

Bei progressiven und Trump-kritischen Kräften in den USA sorgte die Unterstützung Melonis für Entsetzen. Schließlich liegen die Wurzeln der Brüder Italiens im Faschismus des ehemaligen italienischen Diktators Benito Mussolini. Zwar fährt die Partei einen gemäßigteren Kurs und will nicht als postfaschistisch angesehen werden, trotzdem gibt es weiterhin viele Verbindungen zur dunklen Geschichte des Landes.

„Es gibt zwei Arten von Republikanern, die Melonis Aufstieg in Italien bejubeln: Idioten, die zu dumm sind, um zu erkennen, dass sie buchstäblich eine Faschistin ist, und solche, die klug genug sind, um zu wissen, dass sie es ist“, schrieb Jeff Timmer, Mitglied der Gruppe „Lincoln Project“, in der sich Trump-kritische Republikaner:innen sammeln, auf Twitter. Eine andere Userin merkte an: „Haben Sie bemerkt, dass alle Republikaner Giorgia Meloni loben? Meloni ist gegen Einwanderer, (...) will die Homo-Ehe und zivile Partnerschaften verbieten und hält Mussolini für einen großen Politiker. Aber die Republikaner sind keine Faschisten ...“ (tvd)

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