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Italien-Wahl: Manfred Weber unterstützt Silvio Berlusconi

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Von: Moritz Serif

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Manfred Weber (li.) und Silvio Berlusconi bei einem EVP-Treffen im Jahr 2015.
Man kennt sich in Europa: Manfred Weber (li.) und Silvio Berlusconi bei einem EVP-Treffen im Jahr 2015. © Mourad Balti Touati/picture-alliance

Manfred Weber, CSU-Politiker, ruft erneut zur Wahl von Silvio Berlusconi auf. Seine Unterstützungsaufrufe kamen in der eigenen Partei nicht immer gut an.

Rom – „Mit Berlusconi wird die Koalition pro-europäisch sein“, sagte Manfred Weber, CSU-Politiker im Europaparlament, der italienischen Zeitung il Giornale. Er wolle Forza Italia unterstützen, habe aber volles Vertrauen in die demokratischen Institutionen Italiens, so Weber. Berlusconi hätte sich 2002 dafür eingesetzt, dass sich Russland an den Westen und die USA annähere.

Dass Weber Berlusconi unterstützt, ist indes nicht neu. Abgeordnetenwatch.de hatte den Parlamentarier bereits dazu befragt. „Silvio Berlusconi hat die längste Amtszeit aller italienischen Ministerpräsidenten in der Geschichte Italiens seit dem Zweiten Weltkrieg geleistet und sich dabei stets mit Überzeugung pro-europäisch positioniert“, antwortete der CSU-Politiker auf die Frage, weshalb er sich für den ehemaligen Ministerpräsidenten einsetze.

Italien-Wahl: Manfred Weber (CSU) unterstützt Silvio Berlusconi

Berlusconi, der Anfang 2022 zur Präsidentschaftswahl in Italien aufgestellt wurde, sei von Weber grundsätzlich unterstützt worden, da es sich um einen Kandidaten der EVP-Partei handele, zu welcher der CSU-Politiker ebenfalls gehört. „Als Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei unterstütze ich Berlusconi für die Präsidentschaft der Republik, weil er gezeigt hat, dass er das Bewusstsein hat, um das Amt zu bekleiden“, sagte Weber der italienischen Zeitung Corriere della Sera.

Der schwäbische CSU-Chef Markus Ferber kritisiert das damals scharf. „Wer sich mit der Lega und den Fratelli zusammentut – um die wir im Europäischen Parlament einen großen Bogen machen –, kann natürlich nicht die Unterstützung der CSU haben“, sagte der schwäbische CSU-Chef Markus Ferber dem Münchner Merkur. „Wir distanzieren uns von der Lega und den Fratelli“, so Ferber.

Italien-Wahl: Berlusconi tritt für Forza Italia an

Der ehemalige Ministerpräsident Berlusconi tritt für die konservative Partei Forza Italia an. Am 25. September können die Menschen ein neues Parlament wählen. Die rechtsextreme Fratelli d‘italia, Lega und Forza Italia treten als Mitte-Rechts-Bündnis an. Aktuell liegen sie in Umfragen vorne, wie das RND berichtet. Fratelli-Chefin Giorgia Meloni könnte die erste Ministerpräsidentin Italiens werden.

Viele Italienerinnen und Italiener sind allerdings noch unentschlossen, wo sie ihr Kreuz setzen. Allerdings zeichnet sich eine sehr niedrige Wahlbeteiligung ab. Wer letztlich das Rennen macht, ist jedoch noch völlig offen. (mse)

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