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Teilnehmende der Demonstration „Nie mehr Faschismus: für Arbeit, Mitbestimmung und Demokratie“ in Rom.
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Teilnehmende der Demonstration „Nie mehr Faschismus: für Arbeit, Mitbestimmung und Demokratie“ in Rom.

Italien

Demonstration gegen Faschismus in Rom – Zivilgesellschaft gegen radikale Impfgegner

  • VonMirko Schmid
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In der italienischen Landeshauptstadt Rom gingen rund 50.000 Menschen auf die Straße, um gegen rechte Gewalt radikaler Impfgegner und Neofaschisten zu demonstrieren.

Rom – Zehntausende Menschen haben unter dem Motto „Nie mehr Faschismus: für Arbeit, Mitbestimmung und Demokratie“ in der italienischen Hauptstadt demonstriert. Angemeldet beziehungsweise organisiert wurde die Demonstration von den Gewerkschaftsbünden CGIL, CISL und UIL. Rund 50.000 Menschen folgten dem Aufruf laut Angaben italienischer Medien und gingen eine Woche nach den rechtsextremistisch motivierten Ausschreitungen der Vorwoche auf die Straße.

Genau eine Woche zuvor nämlich demonstrierten ebenfalls in Rom Gegner:innen der Corona-Maßnahmen in Italien. Unter ihnen viele Rechte und Rechtsextreme, darunter Mitglieder der rechtsradikalen Partei Forza Nuova. Diese hatten am Rande der Corona-Proteste unter anderen den Hauptsitz der Gewerkschaft Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) angegriffen.

Der Protest gegen die Corona-Regeln wird auch in Italien von Rechtsextremen angeführt

In Italien wird der Protest gegen die staatlichen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, ähnlich wie in anderen europäischen Staaten, verstärkt von Rechtsextremen Gruppierungen unterwandert oder bereits angeführt. Besonders Forza Nuova engagiert sich lautstark unter anderem gegen den sogenannten „Grünen Pass“, also dem Nachweis über einen aktuellen Corona-Test, eine Impfung oder eine überstandene Corona-Erkrankung. Ohne dieses Dokument ist es Angestellten in Italien untersagt, ihrer Arbeit nachzugehen, imn Falle einer Zuwiderhandlung drohen hohe Geldstrafen und Suspendierungen.

Die Tagesschau schrieb nach den Ausschreitungen: „Radikale Impfgegner und Faschisten vereint“, generell fiel das Medienecho in Italien und international entrüstet über die Gewaltbereitschaft der Rechten in Rom aus. Im Zentrum der gewaltbereiten Protestierenden soll die Römerin Pamela Testa gestanden haben. Obwohl sich Testa als „freie Bürgerin“ inszeniert, die „ohne irgendwelche politische Ideologie, ohne eine Parteifahne“ gegen die Corona-Maßnahmen aufwiegelt, wird ihr eine Nähe zu rechtsextremen Gruppierungen nachgesagt. Dafür spricht, dass sie immer wieder auf Veranstaltungen der Forza Nuova auftritt.

Nach Gewal bei Corona-Protesten: Auflösung der neofaschistischen Partei Forza Nuova gefordert

Die Partei gilt als größte neofaschistische Organisation in Italien. Über Landesgrenzen hinweg sucht die Forza Nuova etwa die Nähe zur deutschen NPD. Die demokratische Gesellschaft in Italien diskutiert inzwischen über eine Auflösung der Partei der Rechtsextremisten.

CISL-Generalsekretär Luigi Sbarra etwa forderte die Politik auf, beim Auflösen neofaschistischer und neonazistischer Organisationen „schnell voranzuschreiten“. Seine Forderung fiel auf den Jahrestag einer Razzia durch die Nazis vor 78 Jahren in Rom, in deren Folge mehr als 1.000 Menschen jüdischen Glaubens in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. (Mirko Schmid)

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