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Pandemie

Corona in Italien: „Natürliche Impfung“ in Bergamo - Schließung von Skigebieten

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Auch in Italien stiegt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst rasant an. Während die Alpenregionen noch über eine Öffnung für den Wintertourismus streiten, wird in Bergamo ein interessantes Phänomen beobachtet.

  • Corona in Italien: Italiens Regierung will Schließung des Wintertourismus‘ bis Januar.
  • Italien: Über niedrige Infektionszahlen in Bergamo gibt es unterschiedliche Theorien.
  • Bergamo: Theorie der Herdenimmunität in Bergamo ist umstritten.

Bergamo - Auch in Italien grassiert die Zweite Corona-Welle. Italien gilt laut Angaben des Auswärtigen Amtes als Risikogebiet; für die Region Lombardei, in der Bergamo liegt, ist die Ein- und Ausreise derzeit verboten. Auch hier sind die Fallzahlen seit dem Herbst wieder angestiegen. In den letzten 14 Tagen gab es laut European Centre for Disease Prevention and Control 452.450 neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Angesichts der steigenden Neuinfektionen in Europa wird in Italien und Deutschland über eine Schließung der Skigebiete diskutiert. Der bayerische Ministerpräsident unterstützt derweil den Vorschlag von Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte und will die Skigebiete bis zum 10. Januar geschlossen zu halten, wie der BR berichtet.

„Natürliche Impfung“ in Bergamo - Schließung von Skigebieten: Corona in Italien

Bergamo: Gibt es eine Herdenimmunität nach den hohen Infektionszahlen im Frühjahr

Auffällig ist, dass das zuvor gebeutelte Bergamo von einer ähnlichen Katastrophe wie im Frühjahr bisher verschont geblieben ist. Es gibt derweil von Gesundheitsexpert:innen verschiedene Vermutungen, weshalb Bergamo im Herbst weniger verheerend hohe Infektionen mit dem Coronavirus und Krankheitsfälle hat, wie noch im Frühjahr, wie Politico berichtet. Einige Wissenschaftler:innen vermuten, dass die Bevölkerung in Bergamo sich sehr umsichtig und vorsichtig verhält. Andere Expert:innen stellen jedoch eine andere These auf: eine Herdenimmunität in der Stadt soll die Menschen schützen. Laut Politico habe der Chefanästhesist an Bergamos wichtigstem Krankenhaus, bereits von einer „natürlichen Impfung“ gesprochen.

Bergamo: Noch umstritten, wie lange Antikörper Menschen schützen, die eine Corona-Infektion überstanden haben

Ob es so aber so etwas wie eine Herdenimmunität im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt, ist bisher noch nicht hinreichend belegt: Verschiedene Studien untersuchen derzeit, ob und wie lange Antikörper Menschen schützen, die bereits eine Corona-Infektion überstanden haben. Die Antwort ist offenbar noch relativ offen, jedoch will eine noch unbestätigte neue und umfassende Vorstudie zu Antikörpern und Corona herausgefunden haben, dass ein Schutz mehrere Monate und sogar Jahre bestehen könnte.

Wintertourismus: Italien möchte Skigebiete bis Anfang Januar schließen

Nach Recherchen der italienischen Zeitung Corriere Della Sera hätten rund 57 Prozent von 10.000 getesteten Personen Antikörper. Dies sei ein höherer Anteil im Vergleich mit der Lombardei oder mit Italien gesamt. Die Zahl der Ansteckungen nahm laut Berechnungen der Zeitung Il Fatto Quotidiano“ in Bergamo zwischen dem 2. und 23. Oktober nur um 6,9 Prozent zu, wie auch n-tv berichtet.

Inzwischen sollen in Italien immer mehr Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren, wie die Tagesschau und Politico berichten. Nach dem während der ersten Welle im Frühjahr Mediziner:innen als Held:innen gefeiert worden sind, sollen sie nun vermehrt in sozialen Medien als Terrorist:innen beschimpft werden. Auch Falschnachrichten wie Videos von leeren Krankenhäusern kursieren offenbar mittlerweile im Netz, wie Politico berichtet. Tatsächlich kommen Italiens Krankenhäuser mittlerweile an die Grenzen ihrer Kapazitäten, wie die Tagesschau berichtet. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © Claudio Furlan

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