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Dritter Lockdown

Dritter Lockdown: Italien will bis Herbst durchimpfen

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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  • Matthis Pechtold
    Matthis Pechtold
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In Italien steigen die Corona-Fallzahlen erneut drastisch an. Die Regierung in Rom ergreift drastische Maßnahmen über Ostern.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Italien schnell und liegt aktuell bei über 250.
  • Ab dem 15. März sollen die Maßnahmen gegen das Coronavirus verschärft werden, für Ostern gibt es strenge Regeln.
  • Es ist bereits der dritte Lockdown des südeuropäischen Landes.

Update vom Sonntag, 14.03.2021, 11.10 Uhr: Italien will bis September mindestens 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft haben - vorher müssen Millionen Menschen allerdings wieder in den Lockdown. Künftig sollen pro Tag mindestes 500.000 Impfdosen verabreicht werden, teilte die Regierung in Rom mit. Im Zuge des nationalen Impfplans soll in Zukunft rund drei Mal so viel pro Tag geimpft werden wie bisher (170.000).

Die Impfkampagne lief bisher wie in anderen europäischen Ländern schleppend. Bis jetzt wurden laut Regierung 7,9 Millionen Dosen geliefert. Diese Zahl werde sich innerhalb der nächsten drei Wochen verdoppeln. Etwa 52 Millionen weitere Dosen werden bis Ende Juni erwartet, weitere 84 Millionen bis zum Herbst. Bisher sind in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohner knapp 2 Millionen zum ersten und zweiten Mal geimpft worden.

Für Polemik sorgte auch in Italien der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca - die Impfungen wurden aber nicht ausgesetzt. Nur die Verabreichung einer Charge wurde nach „schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen“ gestoppt, wie die Arzneimittelbehörde Aifa am Freitag mitgeteilt hatte. Bislang gebe es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung und diesen Vorfällen. Vor allem der Tod eines Marineoffiziers auf Sizilien nach der Impfung hatte für Aufsehen gesorgt. Die Behörden ermitteln in dem Fall. Gesundheitsminister Robert Speranza betonte am Sonntag in einem Interview der Zeitung „La Repubblica“: „Die Impfstoffe in Italien und Europa sind alle wirksam und sicher.“

General Francesco Paolo Figliuolo ist der Corona-Sonderbeauftragte von Italien.

Corona in Italien: Dritter Lockdown beschlossen - „Neue Welle der Infektionen“

Update vom Samstag, 13.03.2021, 19.29 Uhr: Wegen drastisch ansteigender Zahlen bei den Corona-Infektionen begibt sich Italien ab Montag (15.03.2021) in den dritten Lockdown: „Wir haben es leider mit einer neuen Welle der Infektionen zu tun“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi. Binnen einer Woche habe es mehr als 150.000 neue Infektionen gegeben, eine Zunahme von rund 20.000 gegenüber der Vorwoche.

Zahlreiche Regionen werden ab Beginn des Corona-Lockdowns zu „roten Zonen“ erklärt, darunter Latium mit der Hauptstadt Rom, die Lombardei mit Mailand, Piemont, Venetien oder die Emilia-Romagna. Dort sind dann alle Schulen und Kitas zu, genauso wie Geschäfte. Restaurants dürfen nur Speisen zum Mitnehmen anbieten. Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Region ist stark eingeschränkt. Das Haus sollen die Menschen nur noch für notwendige Erledigungen verlassen, wobei Ausnahmen für die Arbeit oder in Notfällen gelten.

Corona in Italien: Südtirol lockert trotz Lockdown

In Südtirol gibt es dagegen vorsichtige Öffnungsschritte. Ab Montag können Kinder in der ganzen Provinz wieder Kitas und Grundschulen besuchen, wie die Landesverwaltung mitteilte. Auch Friseure und Kosmetiksalons dürfen wieder öffnen. Eine Woche später darf auch der Handel wieder loslegen. Über Ostern vom 3. bis zum 5. April gelten in der beliebten Urlaubsregion allerdings wieder die strengen Corona-Sperren.

Mario Draghi besucht ein Corona-Impfzentrum am Flughafen Rom Leonardo Da Vinci.

Es sei das Ziel, nach den Osterfeiertagen zur „gelben Zone“ zu werden, um dann weitere Corona-Lockerungen anzugehen, wie die Öffnung von Bars und Restaurants, heißt es in der Mitteilung. Die sind derzeit zu.

Corona in Italien: Inzidenz steigt über 250 - Draghi kündigt strenge Maßnahmen für Ostern an

Erstmeldung vom Samstag, 13.03.2021: Rom - In Italien werden vielerorts angesichts rasant steigender Neuinfektionen mit Corona die Maßnahmen verschärft. Ab dem 15. März gelten unter anderem die Großstädte Rom und Mailand als „rote Zone“. Das entschied die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi per Dekret. Schulen, Geschäfte und Restaurants werden dann nicht nur dort, sondern in vielen Gebieten in Italien schließen müssen, berichtet die BBC.

Über Ostern soll in Italien außerdem ein besonders strenger Lockdown gelten, vom Ostersamstag (03.04.) bis zum Ostermontag (05.04.2021). Während dieser drei Tage werden alle nicht systemrelevanten Geschäfte und Einrichtungen schließen müssen. Seinen Wohnort wird niemand verlassen dürfen, Besuche sollen nur erlaubt sein zwischen maximal zwei Erwachsenen.

Corona-Pandemie in Italien verschärft sich wieder

Als neuer kritischer Inzidenzwert gilt in Italien außerdem nun eine Sieben-Tage-Inzidenz von 250. Das heißt: Infizieren sich binnen sieben Tagen 250 oder mehr Menschen pro 100.000 Einwohner in einer Region mit dem Coronavirus, gilt diese als „rote Zone“.

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi

Ministerpräsident Mario Draghi äußerte Sorgen angesichts der Belastbarkeit des Gesundheitssystems des Landes. Daten zur Belegung zahlreicher Intensivstationen „zwingen uns zu maximaler Vorsicht, um die Zahl der Toten zu begrenzen und eine Überlastung der Gesundheitsstrukturen zu verhindern“, sagte Draghi der „Tagesschau“ zufolge. Er wisse, dass die Einschränkungen zulasten der Bildung von Kindern, der Wirtschaft und der psychischen Gesundheit aller gehe, bekannte Draghi. Um eine weitere Verschlechterung der Situation abzuwenden seien die beschlossenen Maßnahmen jedoch notwendig.

Corona in Italien: Beim Impfen ähnlich weit wie Deutschland – es fehlt an Dosen

Italien verzeichnet nach Großbritannien die zweithöchsten Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, mehr als 100.000 Menschen sind bis heute seit Beginn der Corona-Pandemie an oder mit dem Virus gestorben. Beim Fortschritt der Impfungen liegt das Land derzeit gleichauf mit Deutschland: Auf 100 Einwohner:innen kommen den Daten der „Zeit“ zufolge zehn verabreichte Impfdosen, die Länder unterscheiden sich bei der Quote nur in den Nachkommastellen. Wie auch in Deutschland mangelt es in Italien an Impfstoff, zuletzt verhängte die Regierung ein Exportverbot für das Serum von AstraZeneca. (Matthis Pechtold)

Rubriklistenbild: © Guglielmo Mangiapane

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