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Corona-Regeln: Italien weitet 2G-Regel massiv aus

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Von: Sandra Kathe

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Ab dem 10. Januar löst in Italien die 2G-Regel vielerorts den bisherigen „Green Pass“ ab. Auch der öffentliche Nah- und Fernverkehr fällt darunter.
Ab dem 10. Januar löst in Italien die 2G-Regel vielerorts den bisherigen „Green Pass“ ab. Auch der öffentliche Nah- und Fernverkehr fällt darunter. (Archivbild) © Marco Bertorello/AFP

Auch in Italien steigen die Infektionszahlen stark an. Die Regierung steuert gegen und verschärft etliche Corona-Regeln. Diese gelten ab 10. Januar.

Rom – Die italienische Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hat eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen. So gilt ab dem 10.01.2022 und vorerst bis 31.03.2022 eine landesübergreifende 2G-Regel, etwa in Hotels, Kongresszentren, in allen Bussen und Bahnen sowie in Skiliften und auf Großveranstaltungen. Das gab der Palazzo Chigi in der Nacht zu Donnerstag (30.12.2021) in Rom bekannt. Viele italienische Medien sprachen daraufhin von einem „Lockdown für Ungeimpfte“.

Damit reagiert Italiens Regierung auf die steigenden Corona-Infektionszahlen der vergangenen Wochen. Am Mittwochabend meldeten die Behörden rund 98.000 Corona-Neuinfektionen und fast 150 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Auch das RKI in Deutschland nimmt Italien wegen der stark ansteigenden Fallzahlen ab 01.01.2022 in die Liste der Hochrisikogebiete auf. Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Isolationspflicht befürchteten einige Regionen, dass ihnen das Personal zum Beispiel im Schienenverkehr oder in den Krankenhäusern abhandenkommen könnte.

2G: Strengere Corona-Regeln in Italien – Quarantäne wird aber gelockert

Aus diesem Grund beschloss die Regierung, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv-getesteten Person hatten. Für Geimpfte gilt das allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt.

Die Menschen müssen nach dem Kontakt in jedem Fall zehn Tage lang eine FFP2-Maske tragen. Wer Symptome zeige, muss außerdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest nach fünf Tagen machen. Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht von zehn Tagen bestehen. Ein sich Freitesten sei jedoch möglich. (ska/dpa)

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