Rafi Peretz

Israelischer Minister empfiehlt „Homo-Heilung“

Ministerpräsident Netanjahu nennt die Äußerung seines Bildungsministers zu Konversionstherapien „inakzeptabel“.

Israels umstrittener Bildungsminister Rafi Peretz sieht sich nach Äußerungen zu sogenannten Konversionstherapien gegen Homosexualität mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Der Politiker der ultrarechten Union of Right Wing Parties hatte am Samstag in einem Fernsehinterview erklärt, er sei von deren Wirksamkeit überzeugt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Aussagen als „inakzeptabel“ zurück. Sie entsprächen nicht der Position seiner Regierung. Peretz habe ihm versichert, dass das israelische Erziehungssystem weiterhin alle Kinder so akzeptieren werden, wie sie seien. Von einer Entlassung des Ministers sprach er nicht. Peretz sprach zudem über eine mögliche Annektierung des Westjordanlands.

„Ich will, dass die israelische Souveränität auf ganz Judäa und Samaria (Westjordanland) ausgeweitet wird.“ Man wolle sich auch um die palästinensischen Bewohner kümmern, „aber sie werden keine politische Entscheidungsfähigkeit“ sowie kein Wahlrecht haben. (afp/dpa)

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