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Nahost-Konflikt

Israel: Syrische Rakete explodiert nahe einer Atomanlage

  • Sophie Vorgrimler
    VonSophie Vorgrimler
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Nahe der israelischen Stadt Dimona liegt ein Kernforschungszentrum. Dort konnte ein Raketenangriff abgewehrt werden. Israel macht Syrien verantwortlich und hat schon reagiert.

Jerusalem - Israel und Syrien strafen sich gegenseitig für Raketenanschläge ab. Eine Rakete aus Syrien ist einem Atomreaktor nahe der Stadt Dimona gefährlich nahegekommen. Sie konnte vom israelischen Raketenabwehrsystem aber rechtzeitig abgeschossen werden.

In israelischen Zeitungsberichten heißt es, zuletzt habe nahe der 35000 Einwohnerstadt Dimona im südlichen Zentrum von Israel ein Raketenangriff abgewehrt werden können. Die Rakete hätte womöglich eigentlich einen israelischen Jet treffen sollen, der wiederum die syrischen Golanhöhen zum Ziel hatte. Israel hat eigenen Angaben nach bereits reagiert - mit Raketen Richtung Syrien.

Syrische Rakete wohl kein gezielter Angriff auf israelischen Atomreaktor

„Laute Explosionen“ hätten Anwohner der israelischen 35000-Einwohner-Stadt Dimona in der Wüste Negev hören können, heißt es in der „Jerusalem Post“. Die Explosionen hätten die Häuser erschüttert, später seien Sirenen zu hören gewesen.

Nach einem abgewehrten Raketenangriff nahe Diamona suchen israelische Soldaten Trümmern.

Das Außergewöhnliche an diesem letzten Angriff auf Israel ist: Nach israelischen Angaben ist das Land an einem Ort von der Rakete beschlossen worden, an dem es besonders gefährlich hätte werden können: Wenige Kilometer südöstlich der Stadt Dimona befindet sich ein israelisches Kernforschungszentrum. Dass die Rakete in Richtung Atomreaktor Kurs nahm, ist womöglich nicht das Ziel seitens Syrien gewesen, denn war der Angriff nicht minder gefährlich.

Das israelische Militär äußerte sich zu dem Vorfall auf Twitter. Sie sagten, die Boden-Luft-Rakete aus Syrien sei in die Negev-Wüste im Süden des Landes gefeuert worden. Die Zeitung „Times of Israel“ zitierte einen Militärsprecher, der davon ausging, dass es bei dem Angriff aus Syrien keine gezielte Absicht gegeben habe, den Atomreaktor in Dimona zu treffen.

Syrische Rakete nahe Atomanlage konnte abgewehrt werden - Israel reagiert mit Gegenangriff

Laut einem Bericht der „Jerusalem Post“ habe die Richtung Israel abgeschossene Rakete abgewehrt werden können. Sie sei mit einer „Patriot-Rakete“ abgefangen worden. Die Explosion, von der die Anwohner berichtet haben, sei auf den Abschuss der Rakete zur Gegenwehr zurückzuführen, hieß es in der „Jerusalem Post“ weiter.

Israel habe bereits mit einem Gegenangriff auf den Beschuss geantwortet, berichtet die „Times of Israel“. Das israelische Militär schreibt auf Twitter weiter, sie hätten als Vergeltungsschlag die syrische Raketen-Abschussvorrichtung und weitere Ziele in Syrien beschossen und getroffen. Bisher gab es beiderseits keine Angaben zu Schäden oder Verletzten.

Angespannt: Israel greift in Syrien pro-iranische Milizen an - Teheran wirft Israel Angriff auf Atomanlage vor

Israel greift regelmäßig Ziele in Syrien an. Diese Angriffe richten sich häufig gegen Milizen in Syrien, die vom Iran unterstützt werden. Israel will in dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien den militärischen Einfluss Irans zurückdrängen, der mit der Regierung in Damaskus verbündet ist.  Das Verhältnis zwischen Israel und Iran ist derzeit äußerst angespannt.

Auch seitens Israel hat es vor eineinhalb Wochen einen Angriff auf den Iran gegeben, der die Atom-Anreicherungsanlage in Natans beschädigt hat. (Sophie Vorgrimler)

Rubriklistenbild: © AHMAD GHARABLI/afp

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