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Nahost-Konflikt

Israel: Hamas schießt Raketen auf Atomreaktor in Dimona ab

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die israelische Armee greift mehr als 130 Ziele im Gazastreifen an. Laut palästinensischen Angaben werden etliche Personen getötet, hunderte verletzt.

+++ Update, 15.10 Uhr: Die radikalislamische Hamas-Organisation hat eigenen Angaben zufolge 15 Raketen abgefeuert, die die israelische Stadt Dimona zum Ziel hatten. In der Wüstenstadt befindet sich einer der beiden Atomreaktoren des Landes. Die Anlage gilt als besonders gut geschützt. Ob eine der Raketen ihr Ziel getroffen hat, ist bislang nicht bekannt.

Bislang gibt es keine Anzeichen, dass der Konflikt zwischen radikalen Kräften der Palästinenser und dem Staat Israel* sich alsbald wieder beruhigen könnte. Sowohl die Hamas als auch der Islamische Dschihad Palästina haben mit weiteren Angriffen auf Israel gedroht.

Israel: Verteidigungsminister Gantz kündigt Fortsetzung der Luftangriffe an

+++ Update, 14.03 Uhr: Der israelische Verteidigungsminister hat bekannt gegeben, dass die Luftangriffe auf Einrichtungen im Gaza-Streifen fortgesetzt werden. „Die IDF wird die Angriffe fortsetzen“, sagte Benny Gantz laut der Nachrichtenagentur Aljazeera während einer Ansprache im südlichen Teil der Stadt Ashkelon.

Die Atomanlage nahe der Stadt Dimona in Israel soll Ziel von Angriffen geworden sein. (Archivbild von 2014)

Die Anzahl der Opfer ist laut Angaben der palästinensischen Behörden erneut gestiegen. Insegsamt seien bislang 48 Personen getötet worden. Mindestens 304 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten.

Israel setzt Luftangriffe Hamas-Gebäude im Gazastreifen fort

+++ Update, 11.57 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch die Luftangriffe Israels im Gazastreifen hat sich nach Angaben palästinensischer Behörden erhöht. Mittlerweile seien 43 Palästinenserinnen und Palästinenser gestorben. Unter den Opfern sollen sich 13 Kinder und drei Frauen befinden. Mehr als 290 Personen sollen verletzt worden sein. Bei den Luftangriffen sollen außerdem fünf Israelis gestorben sein.

Neben den Gebäuden, die von der Hamas benutzt werden, sollen vor allem Polizeigebäude von den israelischen Bombern ins Visier genommen worden sein. Die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) werden die Angriffe nach eigenen Angaben den Tag über fortsetzen.

Israel setzt Angriffe auf Gazastreifen fort

Gaza – Die israelische Luftwaffe hat auch am Mittwochmorgen ihre Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Laut Angaben des Militärs wurden dabei mehrere Kommandeure der radikalislamischen Hamas getötet. Palästinensische Medien berichten von 39 Toten und mehr als 230 Verletzten.

Gaza: Palästinenser inspizieren den Al-Jawhara-Turm, der von israelischen Luftangriffen getroffen wurde.

Die Angriffe sollen auch in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Über die Art der Opfer und die Vorgehensweise bei den Attacken gibt es unterdessen unterschiedliche Meldungen. Während das Gesundheitsministerium in Gaza behauptet, dass 43 Prozent der Todesopfer Frauen und Kinder seien und dies in Verbindung setzt zu Art und Spontanität der Angriffe, stellt die Israelische Armee (IDF) die Geschehnisse anders dar. Laut Angaben der IDF habe man vor den Angriffen den Kontakt zur Zivilbevölkerung gesucht und diese gewarnt. Außerdem habe man die Strategie des „Dachklopfens“ angewandt.

„Dachklopfen“

Mit „Dachklopfen“ bezeichnet man eine Strategie der Israelischen Streitkräfte, mit der die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen vor bevorstehenden Luftangriffen gewarnt werden soll. Den Menschen soll durch die Warnung Zeit gegeben werden, zu fliehen.

Beim „Dachklopfen“ wird eine nicht explosive Scheinmunition abgefeuert, die auf dem Dach einschlägt und dort befindliche Menschen zum Verlassen des Gebäudes bringen soll. Die Strategie wurde entwickelt, um der Taktik der radikalislamischen Hamas zu begegnen, die palästinensische Bürgerinnen und Bürger dazu bringt, sich auf die Dächer zu stellen, um Angriffe zu verhindern.

Israel beschießt Ziele im Gazastreifen – Hamas und Islamische Dschihad kündigen Vergeltungsschläge an

Wie die israelische Zeitung Jerusalem Post berichtet, wurden bei den Angriffen auf den Gazastreifen laut Angaben der IDF zwei Geheimdienstagenten der Hamas getötet: Hassan Kaogi und Wail Issa. Beide sollen für die Koordination von Raketenangriffen auf Israel* verantwortlich gewesen sein. Außerdem wurden drei Brigadekommandeure der Hamas getötet. Zu den Zielen gehörten auch Führer der Gruppierung „Islamischer Dschihad in Palästina“, eine islamistische Terrororganisation, die als Ableger der ägyptischen Muslimbruderschaft gilt.

Sowohl die Hamas als auch der Islamische Dschihad kündigten Vergeltungsschläge für die Luftangriffe Israels an. Bereits am Mittwoch wurden erneut hunderte Raketen aus dem Gazastreifen Richtung Israel* gefeuert. Laut Angaben der IDF seien viele davon aber bereits nach dem Start abgestürzt und im Gazastreifen selbst explodiert. Weitere seien von der Raketenabwehr Israels, bekannt unter dem Namen „Iron Dome“, abgeschossen worden.

Beschädigte Gebäude und Autos nach israelischen Luftangriffen auf Gaza-Stadt. Die Hamas hat umfangreiche Vergeltungsschläge angekündigt.

Die Bemühungen Ägyptens, zwischen der radikalislamischen Hamas und dem Staat Israel zu vermitteln, sind bislang nicht erfolgreich gewesen. Beide Seiten hatten Gesprächsangebote abgelehnt. Der Führer der Hamas, Ismail Haniya, kündigte laut der Nachrichtenagentur Aljazeera stattdessen weitere Kämpfe an. Man sei vorbereitet. „Israel hat das Feuer nach Jerusalem gebracht und es hat sich nach Gaza verbreitet. Also ist Israel verantwortlich für die Konsequenzen“, so Haniya. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © JACK GUEZ

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