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Hisbollah bestätigt: Israel schießt Drohnen auf Gasbohrinsel ab

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Von: Ares Abasi

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 Israel schießt Hisbollah-Drohnen auf ein umstrittenes Erdgasreservoir vor der Küste Israels ab.
 Israel schießt Hisbollah-Drohnen auf ein umstrittenes Erdgasreservoir vor der Küste Israels ab.  © AFP

Die Spannungen zwischen dem Libanon und Israel nehmen zu. Israel schießt Hisbollah-Drohnen auf ein umstrittenes Erdgasreservoir vor der Küste Israels ab.

Tel Aviv - Die israelischen Behörden haben nach eigenen Angaben drei Hisbollah-Drohnen abgeschossen, die auf eine der israelischen Gasplattformen in einem umstrittenen Gebiet im Mittelmeer gerichtet waren. Nach Angaben des Militärs wurden die Drohnen vom Libanon aus gestartet und durch eine Kombination aus Kampfjets und schiffsgestützten Raketen abgeschossen.

Die Hisbollah, eine islamistisch-schiitische Partei und Miliz im Libanon, bestätigte in einer kurzen Erklärung, dass sie die Drohnen abgeschossen habe, das berichtet der Nachrichtensender BBC. Die Spannungen zwischen Israel und dem Libanon wegen des Eigentums am Karish-Gasfeld, einem Erdgasreservoir vor der Küste Israels, haben zugenommen.

Der US-Energiebeauftragte Amos Hochstein vermittelt zwischen den beiden Ländern, um den langjährigen Streit beizulegen. Israel behauptet, das Feld liege in seiner von den Vereinten Nationen anerkannten ausschließlichen Wirtschaftszone, doch auch der Libanon erhebt Anspruch auf Teile des Feldes. Die Hisbollah erklärte, sie habe die Anlage im Rahmen eines Aufklärungsfluges angegriffen. „Die Mission wurde erfüllt und die Botschaft ist angekommen“, hieß es in der Erklärung.

Israel: Benjamin Netanjahu könnte wieder an die Macht kommen

Letzte Woche drohte der Anführer der Gruppe, Hassan Nasrallah, mit Gewalt, um Israel daran zu hindern, die Bohrinsel zu betreiben. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz erklärte, die islamistische Gruppe „hindere den Staat Libanon daran, eine Vereinbarung über die Seegrenzen zu treffen, die für die Wirtschaft und den Wohlstand des libanesischen Volkes von entscheidender Bedeutung sind“. Der angebliche Angriff der Hisbollah erfolgt inmitten der politischen Instabilität in Israel. Am Donnerstag (30. Juni) stimmten die Gesetzgeber dafür, das Parlament aufzulösen und die fünften Wahlen innerhalb von vier Jahren auszurufen.

Die Abstimmung, die nach dem Zusammenbruch der Mehrparteienkoalition des ehemaligen Premierministers Naftali Bennett erfolgte, bietet Benjamin Netanjahu, dem rechten Oppositionsführer, die Chance, an die Macht zurückzukehren. (Ares Abasi)

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