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Abwehrsystem

Israels „Iron Dome“: So funktioniert das Raketenabwehrsystem

  • VonTanja Koch
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Der militärische Konflikt zwischen Gaza und Israel hält an. Doch das israelische Abwehrsystem Iron Dome fängt die meisten Raketen ab – wie genau funktioniert das Schutzschild?

Jerusalem – Etwa 2000 Raketenangriffe aus Gaza hat Israel zwischen Montag und Freitag vergangener Woche gezählt. Das berichtet die Financial Times. Ziele waren unter anderen auch große Städte wie Jerusalem und Tel Aviv. Doch dank des israelischen Raketen-Schutzschirms konnte ein Großteil der Angriffe abgewehrt werden.

Iron Dome erkennt mithilfe eines Radargeräts anfliegende Geschosse. Eine Abwehrrakete sorgt dafür, dass die palästinensische Rakete noch in der Luft zerstört wird. Doch das System ist teuer. Ein Einsatz kostet Medienberichten zufolge umgerechnet etwa 66.000 Euro. Aus diesem Grund löst das israelische Militär die Abwehrraketen nur bei Angriffen auf bewohnte Gebiete aus.

Iron Dome: Das Israelische Raketenabwehrsystem ist besonders effektiv

Das Raketenabwehrsystem wurde in Zusammenarbeit mit den USA entwickelt und finanziert. 2007 begann die Entwicklung von Iron Dome. Eingesetzt wird der Schutzschirm seit 2011.

Etwa 66 000 Euro kostet laut Medienberichten ein Einsatz des Raketenabwehrsystems Iron Dome.

Wie Politikwissenschaftler Jean-Loup Samaan vom Middle East Institute in Singapur, der zu Israels Raketenabwehr geforscht hat, gegenüber vox.com erklärt, war Iron Dome das weltweit erste und ist inzwischen das am besten entwickelte Abwehrsystem für Kurzstreckenraketen wie die, die aus Gaza nach Israel abgefeuert werden. Für ballistische Raketen, die bei Strecken wie zwischen dem Iran und Israel eingesetzt würden, sei das System nicht geeignet. Hierfür hat Israel Systeme wie David‘s Slin und Arrow im Einsatz.

Israels Iron Dome: Zeit, um Menschen zu retten

Auf die Frage, wie Iron Dome den Konflikt im Nahen Osten beeinflusst, antwortet Samaan, dass das System Israel Zeit verschaffe, die Bevölkerung beruhigen und Menschenleben retten könne, abgesehen davon aber keine strategischen Auswirkungen auf den Nahost-Konflikt habe. Denn Israel verlasse sich nicht auf die Abwehr, reagiere mit Rückschlägen, etwa auf die Raketenwerfer in Gaza.

Zudem erhöhe Gaza die Anzahl der Raketenangriffe – in der Hoffnung, Iron Dome an seine Kapazitätsgrenze zu bringen, so dass wenigstens ein Teil der Geschosse ihr Ziel erreichen. Stand Freitag seien laut israelischer Behörden etwa 85 bis 90 Prozent der Raketen abgewehrt worden, die eine Bedrohung für Menschenleben und Infrastruktur darstellen. (tk/mit dpa)

Rubriklistenbild: © Ariel Schalit/dpa

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