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Raketenbeschuss auf Israel: In Gaza bricht neue Gewalt aus

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Israels Iron-Dome-Raketenabwehrsystem fängt Raketen ab, die aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert werden
Das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ fängt Raketen aus dem Gazastreifen ab. © Mohammed Talatene/AP/dpa

Israel kommt nicht zur Ruhe. Die Auseinandersetzungen mit den Palästinensern verschärfen sich. Die Sorge vor weiterer Gewalt steigt.

Tel Aviv/Gaza – Militante Palästinenser im Gazastreifen haben in der Nacht zum Donnerstag (21. April) erneut Raketen auf das Grenzgebiet in Israel abgefeuert. Zweimal ertönten die Sirenen im südlichen Teil des Landes. Das teilte die israelische Armee auf Twitter mit. Nachdem am Abend eine Rakete im Bereich der Grenzstadt Sderot eingeschlagen war, ging eine zweite in der Nacht abgefeuerte Rakete im Gazastreifen selbst nieder.

Zunächst war von insgesamt vier in der Nacht abgefeuerten Raketen die Rede gewesen. Eine israelische Armeesprecherin korrigierte diese Angaben am Morgen. Der Alarm sei in dem Fall zwar durch „Feuer aus dem Gazastreifen, aber nicht Raketen“ ausgelöst worden.

Israel: Armee zerstört unterirdischen Komplex im Gazastreifen

Als Antwort auf den ersten Angriff hat die israelische Armee nach eigenen Angaben einen unterirdischen Komplex im Gazastreifen beschossen, der für den Bau von Raketentriebwerken genutzt werde. Dies werde die Fähigkeit der Palästinenser einschränken, Raketen herzustellen. „Wir machen die Hamas für alle terroristischen Aktivitäten aus dem Gazastreifen verantwortlich“, schrieb die Armee auf Twitter.

Zuvor hatten israelische Polizeikräfte in Jerusalem einen umstrittenen Flaggenmarsch nationalistischer Israelis gestoppt. Militante Palästinenserorganisationen im Gazastreifen hatten im Vorfeld scharfe Warnungen gegen den Marsch ausgesprochen. Man habe „den Finger am Abzug“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Israel: Angespannte Lage in Jerusalem

Die Lage in Jerusalem war zuletzt wieder extrem angespannt. In den vergangenen Tagen war es auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) zu Zusammenstößen von Palästinensern mit israelischen Sicherheitskräften gekommen. Dabei gab es zahlreiche Verletzte. Die Auseinandersetzungen verschärften die Spannungen nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen weiter. Auch am Donnerstagmorgen gab es Berichte über neue Konfrontationen auf der heiligen Stätte. Die Lage ist auch deshalb besonders angespannt, weil der muslimische Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr mit dem jüdischen Pessach-Fest und Ostern zusammenfällt, schreibt der Spiegel.

Am Montag hatten militante Palästinenser im Gazastreifen erstmals seit Jahresbeginn wieder eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das Geschoss wurde von der Raketenabwehr abgefangen. Israels Luftwaffe griff in der Nacht zum Dienstag als Reaktion ein Ziel der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas an.

Bereits am Mittwoch (20. April) zeigte sich Uno-Generalsekretär António Guterres „tief besorgt über die Verschlechterung der Situation in Jerusalem,“ wie sein Sprecher in New York mitteilte. „Er steht mit allen Parteien in Kontakt, um die Spannungen abzubauen und hetzerische Aktionen und Rhetorik zu verhindern.“ (mm/dpa)

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