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Gaza: Der Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist erneut gefährlich eskaliert.

Israel

Israel beschießt nach Angriffen Gaza

Dutzende Raketen fliegen aus Gaza auf israelische Gebiete, Israels Luftwaffe bombardiert daraufhin Ziele in dem Palästinensergebiet. Militante Palästinenser erklären eine Feuerpause. Wird sie halten?

Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen ist erneut gefährlich eskaliert. Mehr als 30 Raketen wurden bis Samstagmorgen aus dem Küstenstreifen auf Israel abgefeuert, nachdem bei gewaltsamen Protesten an der Grenze vier Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden waren. Zwei weitere Palästinenser starben bis Sonntag an den Folgen ihrer Verletzungen. Als Reaktion auf die Raketenangriffe bombardierte Israels Luftwaffe in der Nacht zum Samstag mehr als 80 Ziele in dem Küstenstreifen, wie die Armee mitteilte.

Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad, die sich zu den Raketenangriffen auf Israel bekannt hatte, erklärte daraufhin am Samstag eine Feuerpause. Diese Entscheidung folge auf Bemühungen Ägyptens, eine Waffenruhe zu erzielen und eine weitere Eskalation zu verhindern, hieß es in der Stellungnahme.

Zuvor hatten militante Palästinenser am Samstagmorgen erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Insgesamt 13 Geschosse seien seit Freitag vom Abwehrsystem „Iron Dome“ (Eisenkuppel) abgefangen worden, teilte Armeesprecher Jonathan Conricus am Samstag mit.

Er warf dem Islamischen Dschihad vor, auf Anweisungen Syriens und der iranischen Revolutionsgarden zu handeln. Israels Antwort werden „nicht geografisch eingeschränkt“ sein, sagte er, offenbar als Warnung an syrische und iranische Kräfte.

Ein Ziel der israelischen Angriffe im Gazastreifen war nach Militärangaben ein neues Hauptquartier von Sicherheitskräften der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums wurden bei den Luftangriffen neun Palästinenser verletzt und ein Krankenhaus beschädigt.

Seit Ende März wurden bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze mehr als 200 Palästinenser getötet. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der seit mehr als einem Jahrzehnt herrschenden Gaza-Blockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören.

Im Gazastreifen leben mehr als zwei Millionen Menschen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Elektrizität. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft. (dpa)

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