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Islamisten jagen Piraten

Wut über Kaperung "muslimischen Schiffes"

Mogadischu. Im Kampf gegen somalische Piraten erhält die internationale Gemeinschaft offenbar von unerwarteter Seite Unterstützung. In die Hafenstadt Haradheere seien islamistische Kämpfer eingedrungen, um die Entführer des saudi-arabischen Supertankers Sirius Star zu suchen, berichtete ein lokaler Stammesfürst am Freitag. "Die Islamisten haben gesagt, sie werden die Piraten angreifen, weil diese ein muslimisches Schiff entführt haben", sagte er.

Die Sirius Star wurde vor einer Woche von somalischen Seeräubern gekapert. Sie liegt der US-Marine zufolge vor Haradheere vor Anker. Ein Sprecher der Reederei Saudi Aramco wollte Berichte über eine Lösegeldforderung in Höhe von 25 Millionen Dollar nicht kommentieren. Der dänische Reederei-Konzern A. P. Møller-Maersk teilte am Freitag mit, seine Tanker führen ab sofort auf dem Weg nach Asien nicht mehr durch den Suez-Kanal und den anschließenden Golf von Aden. Stattdessen müssen sie den um ein Vielfaches längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung am südlichen Zipfel Afrikas nehmen. Das Unternehmen betreibt die größte Containerflotte der Welt und schickte bisher mehr als 100 Schiffe pro Monat durch den Suez-Kanal.

Bei einem Gefecht mit Aufständischen in Mogadischu starben am Freitag laut Behörden mindestens 17 Menschen. rtr/dpa/ap

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