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Eine iranische Langstreckenrakete wird während einer Militärparade präsentiert. Der Iran reichert derzeit rapide nukleares Material an.
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Eine iranische Langstreckenrakete wird während einer Militärparade präsentiert. Der Iran reichert derzeit rapide nukleares Material an.

IAEA besorgt

Trotz Entgegenkommen im Atomstreit: Iran stockt Atomvorräte rasant auf 

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Der Iran schließt einen Kompromiss mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Trotzdem wächst der Vorrat an Atommaterial schnell.

  • Der Iran weicht das ursprünglich mit den USA und weiteren Ländern geschlossene Atomabkommen weiter auf.
  • Erst kürzlich kam Teheran den USA mit einem Kompromiss entgegen.
  • Neue, besorgniserregende Zahlen enthüllen aber ein rapides Anreichern von Uran im Iran.

Teheran – Der Iran hat seine Verstöße gegen das Atom-Abkommen trotz der Anzeichen eines möglichen Kurswechsels durch die neue US-Regierung fortgesetzt. Nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat der Iran seit November seine Vorräte an angereichertem Uran unerlaubt auf nun fast drei Tonnen aufgestockt. Es seien weitere 500 Kilogramm dazugekommen, heißt es in einem der „Deutschen Presse-Agentur“ am Dienstag (23.02.2021) vorliegenden IAEA-Bericht. Dazu gehörten auch 17,6 Kilogramm, die auf 20 Prozent angereichert seien. Ab 20 Prozent spricht man von hoch angereichertem Uran, das auch zum Bau von Atomwaffen genutzt werden kann.

Iran: Teheran hält sich nicht an Obergrenze von Urananreicherung

Das Atom-Abkommen von 2015 hatte eine Obergrenze von niedrig angereichertem reinem Uran bei 200 Kilogramm gezogen. Das Abkommen soll das von schiitischen Klerikern beherrschte Land am Bau einer Atombombe hindern. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Deal hat Teheran demonstrativ mehrfach gegen Auflagen verstoßen.

Zudem zeigte sich die IAEA tief besorgt, dass der Iran keine Erklärung zur Herkunft von Uran-Partikeln liefere, die Aufschluss über zurückliegende Aktivitäten geben könnten. Im vergangenen Jahr seien an zwei Orten Uran-Partikel gefunden worden. Außerdem habe der Iran eine ähnliche Frage zu einem dritten Fundort seit 18 Monaten nicht beantwortet, kritisiert die IAEA in ihrem Bericht.

Atomstreit: Bündnispartner der USA stellen Forderungen an Iran

Die Islamische Republik verlangt von den USA eine Rückkehr zum Abkommen und damit eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Dann werde sich Teheran wieder an den Deal halten. Die USA sind unter dem neuen Präsidenten Joe Biden grundsätzlich bereit, der Vereinbarung wieder beizutreten, verlangen vom Iran aber mindestens Zeichen des guten Willens.

Iran
HauptstadtTeheran
StaatsoberhauptAli Chamenei (de facto)
RegierungschefPräsident Hassan Rohani
AmtssprachePersisch
Einwohnerzahl81.800.269 (Schätzung 2018)

Unterdessen haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien vom Iran anlässlich des offiziellen Beginns der Einschränkung der UN-Atominspektionen mehr Transparenz gefordert. „Wir rufen Iran mit Nachdruck dazu auf, alle Transparenz reduzierenden Maßnahmen zu beenden und rückgängig zu machen und eine zeitnahe umfassende Zusammenarbeit mit der IAEA sicherzustellen“, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben der Außenminister der drei Länder am Dienstag. (Marvin Ziegele mit dpa)

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