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Die „MT Mercer Street“ am 3. August vor der Küste des Emirats Fudschaira
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Die „MT Mercer Street“ am 3. August vor der Küste des Emirats Fudschaira. Am 29. Juli sind zwei Besatzungsmitglieder bei einem mutmaßlichen Drohnenangriff getötet worden.

Spannungen

Schiffs-Entführung im Golf von Oman: London beschuldigt Iran

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Die „Asphalt Princess“ im Golf von Oman soll in der Hand von Entführern gewesen sein. Iran weist jegliche Anschuldigungen zurück.

London – Wenige Tage nach einem tödlichen Drohnenangriff auf einen Öltanker vor der Küste des Omans sorgt ein weiterer Zwischenfall für Spannungen zwischen Iran und dem Westen. Im Golf von Oman, vor der Küste des Emirats Fudschaira, sollen bewaffnete Angreifer an Bord eines Schiffs gegangen sein, das unter der Flagge Panamas unterwegs gewesen sei.

Die britische Zeitung Times berichtet unter Berufung auf Regierungsquellen, dass acht oder neun Männer die „Asphalt Princess“ in ihre Gewalt gebracht hätten, die von Khor Fokkan (Vereinigte Arabische Emirate) nach Sohar (Oman) unterwegs war. Der Name des Schiffs wurde nicht explizit erwähnt, allerdings gehen maritime Sicherheitsunternehmen davon aus, dass es sich um den Tanker gehandelt habe. Die Regierung in London vermute, dass der Iran oder verbündete Milizen hinter dem Vorfall stecken.

Mutmaßliche Entführung eines Tankers im Golf von Oman: Iran wird beschuldigt

Rund 17 Stunden später sei der „Zwischenfall beendet“ und das betroffene Schiff „sicher“, wie die britische Warnzentrale für Seefahrt (UKMTO) am Mittwoch (4. August 2021) erklärte. Später war von einer „möglichen Entführung“ die Rede. In dem Gebiet war zuvor eine Warnung herausgegeben worden. Alle Schiffe in der Nähe sollten „extrem vorsichtig“ sein. Das Außenministerium in Großbritannien erklärte, man „untersuche dringend einen Vorfall auf einem Schiff vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate“.

Die Angreifer an Bord der „Asphalt Princess“ hätten die Besatzung demnach angewiesen, den Tanker in Richtung Iran zu steuern. Das Schiff habe sich daraufhin in Richtung der Straße von Hormus bewegt, die den Golf von Oman mit dem Persischen Golf verbindet. Die mutmaßliche Entführung des Tankers „Asphalt Princess“ lastete die Regierung der USA nicht direkt dem Iran an. Edward Price, Sprecher des Außenministeriums, sprach allerdings von einem „sehr verstörenden Muster an Kriegslust“, das von Teheran ausgehe. Mit Blick auf den aktuellen Zwischenfall im Golf von Oman sei es für eine abschließende Bewertung noch zu früh.

Iran weist Verantwortung zurück: „Vorfälle in der Region äußerst verdächtig“

Said Chatibsadeh, iranischer Amtskollege von Price, nannte die „gemeldeten ‚Vorfälle‘ im Persischen Golf und der umgebenden Region äußerst verdächtig“. Der Iran stehe zu seiner „Selbstverpflichtung für regionale Stabilität und maritime Sicherheit“, hieß es bei Twitter. Auch die iranischen Revolutionsgarden wiesen die Anschuldigungen zurück. Weder iranische, noch mit dem Iran verbündete Kräfte seien an einem Angriff auf das Schiff beteiligt gewesen.

Der Zwischenfall ereignete sich vor dem Hintergrund massiver Spannungen zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten rund um den tödlichen Angriff auf den Öltanker „MT Mercer Street“ im nördlichen Indischen Ozean am vergangenen Donnerstag (29.07.2021). Bei dem Angriff, der laut US-Angaben mutmaßlich mit iranischen Drohnen ausgeführt wurde, wurden ein rumänisches und ein britisches Besatzungsmitglied getötet. Am Dienstag legte die „MT Mercer Street“ vor der Küste Fudschairas an. Fachleute werteten den Angriff als Teil eines „Schattenkriegs“ zwischen Israel und dem Iran. Die „MT Mercer Street“ wird von der Firma eines israelischen Unternehmers betrieben. Der Iran bestritt jegliche Verantwortung für den Angriff. (lrg/afp)

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