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Militärmanöver

Iran testet „neue Generation“ von Mittelstreckenraketen – Sorgen des Westens wachsen

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Der Iran testet bei einem großangelegten Militärmanöver Mittelstreckenraketen. Arabische Golfstaaten und der Westen fühlen sich bedroht.

  • Bei Militärübungen am Persischen Golf testet der Iran Mittelstreckenraketen.
  • Der Westen und die arabischen Golfstaaten fühlen sich bedroht.
  • Auf Twitter legt der Außenminister gegen den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump nach.

Teheran – Bei Militärübungen am Persischen Golf haben Streitkräfte des Iran erneut ihre umstrittenen Mittelstreckenraketen getestet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Tasnim“, die einer umfassenden Staatszensur unterliegt, verliefen die Tests am Samstag (16.01.2021) alle erfolgreich.

Außer den Raketen mit einer Reichweite von 1800 Kilometern waren in dem großangelegten Seemanöver der Marine und der Revolutionsgarden auch Marschflugkörper und Drohnen getestet worden. Zudem wurden ein neuer Hubschrauberträger und ein neues Raketenschiff präsentiert. Sie sollen nach Angaben des Irans am Golf für mehr Sicherheit gegen potenzielle militärische Bedrohungen seitens der USA sorgen.

Iran mit großem Manöver am Persischen Golf – Militär testet „neue Generation“ ballistischer Raketen

Laut dem Nachrichtenportal „Sepahnews“ nahm zum Ende der zweitägigen Übungen neben dem Chef der Revolutionsgarden, Hossein Salami, auch der Generalstabschef der regulären Streitkräfte, Mohammed Bagheri, teil.

Der Iran hat Mittelstreckenraketen bei Militärübungen am Golf getestet.

Eine vom Staatsfernsehen verbreitetes Aufnahme zeigt den Start zweier Raketen sowie getroffene Ziele im Meer. Der Einsatz der Langstreckenraketen stehe für die Bereitschaft und Fähigkeit des Iran, auf „Feindseligkeiten“ des Gegners zu reagieren, erklärte Bagheri. Bei dem Manöver kam demnach auch eine „neue Generation“ ballistischer Boden-Boden-Raketen zum Einsatz.

In den vergangenen Wochen gab es Spekulationen im Iran, dass US-Präsident Donald Trump vor dem Ende seiner Amtszeit noch einen militärischen Konflikt mit Teheran provozieren könnte.

Iran testet Mittelstreckenraketen: Außenminister legt auf Twitter gegen Donald Trump nach

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte Donald Trump und seinem Außenminister Mike Pompeo vorgeworfen, auch in den letzten Tagen ihrer Amtszeit „Kriegshetzerei“ gegen den Iran betreiben zu wollen. „Der Schaden, den das Trump-Regime der Menschheit zugefügt hat, reicht seinen Extremisten nicht aus“, schrieb der iranische Chefdiplomat auf Twitter. „Ohne sie (Anm. d. Red. Trump und Pompeo) wird der Planet besser dran sein.“

Donald Trump war im Jahr 2018 nicht nur aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 ausgestiegen, sondern seine Regierung verhängte auch drakonische Sanktionen gegen den Iran. Diese führten in den vergangenen zwei Jahren zu einer akuten Wirtschaftskrise in dem ölreichen Staat. Ruhani hofft, dass Trumps Nachfolger Joe Biden zum Atomdeal zurückkehren und auch die Sanktionen aufheben wird. Im Juni 2021 steht im Iran eine Präsidentenwahl an.

Westen und Golfstaaten fühlen sich vom Iran bedroht

Die iranischen Manöver sind nach Angaben der Führung in Teheran keine Bedrohung für die Länder in der Region, sondern dienen lediglich der Verteidigung des Landes gegen eventuelle Angriffe.

Der Westen und die arabischen Golfstaaten sehen das anders. Für sie ist das iranische Militär- und Raketenprogramm eine Gefahr für die Golfregion, wo rund 40 Prozent der weltweiten Rohöltransporte abgewickelt werden. Zudem besteht die Sorge, dass besonders Irans Mittelstreckenraketen mit Reichweiten bis zu 2200 Kilometern jeden Teil Israels treffen könnten. (tvd/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © SEPAH NEWS/AFP

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