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Iran schickt Panzer und Helikopter ins Grenzgebiet zu Aserbaidschan

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Von: Sebastian Richter

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Schweres Gerät an der Grenze zu Aserbaidschan: Iran führt Militärübungen durch.
Schweres Gerät an der Grenze zu Aserbaidschan: Iran führt Militärübungen durch. © Iranian Army Office/imago

Der Iran führt Militärübungen an der Grenze zu Aserbaidschan durch. In Baku ist man über die Truppenbewegungen überrascht.

Teheran – Das iranische Militär führte am Freitag (01.10.2021) Militärübungen an der Grenze zu Aserbaidschan durch. Im iranischen Staatsfernsehen wurden Panzer und Helikopter gezeigt, die in der Nähe des Nachbarlandes Bodenziele im Nordwesten des Iran Ziele beschossen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Hintergrund der Truppenbewegungen ist laut Teheran der schwelende Konflikt mit Israel.

Der genaue Ort des Manövers wurde zunächst nicht offiziell benannt. Auch in Baku verbreitete Bilder zeigten die Truppenbewegungen mit schwerem Gerät. Die Aufnahmen sollen aus dem Grenzgebiet zur aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan stammen.

Aserbaidschan kritisiert Militärübungen an Grenze – Iran weißt Vorwürfe zurück

Angekündigt wurden die Übungen bereits einige Tage zuvor. Die Regierung in Baku kritisierte schon damals die geplanten Übungen. Es sei zwar „souveränes Recht“ des Iran, auf eigenem Boden solche Militärmanöver durchzuführen, so der aserbaidschanische Staatschef Ilham Alijew in einem Interview am Montag. „Aber warum jetzt und warum an unserer Grenze?“ Man sei überrascht über die Militärpräsenz. Laut Präsident Aliyev ist es die erste Militärübung des Iran an der Grenze seit dem Fall der Sovietunion.

Teheran wies die Kritik zurück. Das Außenministerium des Irans nannte Alijews Kritik „verwunderlich und bedauernswert“. Die Manöver dienten lediglich der Stabilität in Grenzgebieten.

Hintergrund der Spannungen ist die Zusammenarbeit von Aserbaidschan und Irans Erzfeind Israel. Israel liefert als wichtiger strategischer Verbündeter Waffen an die aserbaidschanischen Streitkräfte. Darunter Hightech-Angriffsdrohnen, die schon während des Krieges mit Armenien im vergangenen Jahr die Balance zu ihrem Vorteil verschoben habe, wie Al-Jazeera berichtet. Dieses Bündnis ist dem Iran ein Dorn im Auge.

Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und Israel ist dem Iran ein Dorn im Auge

„Der Iran wird die Präsenz und Aktivitäten Israels an seinen Grenzen nicht tolerieren und alles Notwendige unternehmen, um die eigene nationale Sicherheit zu schützen“, sagte Außenminister Hussein Amirabdollahian bei einem Treffen mit dem neuen Botschafter Aserbaidschans am Donnerstag.

Irans Brigadegeneral Kiumars Hejdari fasste es während der Militärübung einen Tag später präziser. Zwar respektiere man die „guten nachbarschaftlichen Beziehungen“, aber dulde die Anwesenheit von „Elementen des zionistischen Regimes (Israel) und von Terroristen des Islamischen Staats nicht“, erklärte Brigadegeneral Kiumars Hejdari im iranischen Staatsfernsehen. Die Terroristen sollen während der Kämpfe um die Reginon Berg-Karabach ins Land gebracht worden sein.

Im Konflikt zwischen Iran und Israel sich aktuell aus dem geschlossenen Atomabkommen. Israel rüstet sich bereits gegen Atomwaffen aus dem Iran – und erarbeitet Angriffspläne. (spr/dpa)

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