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Israel, Tel Aviv: Aviv Kochavi, neuer Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, läuft bei seiner Vereidigung im israelischen Verteidigungsministerium über einen roten Teppich.
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Israel, Tel Aviv: Aviv Kochavi, Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, bei seiner Vereidigung im israelischen Verteidigungsministerium. (Archiv)

Spannungen in Nahost

Israel rüstet sich gegen Atomwaffen aus dem Iran - Angriffspläne erarbeitet

  • VonNadja Austel
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„Israel hat die Mittel, sich zu verteidigen und wird nicht zögern, das auch zu tun”, sagt Israels Generalstabschef Aviv Kohavi.

Tel Aviv – Die Debatte über das 2015 geschlossene internationale Atomabkommen mit dem Iran bleibt einer der Hauptgründe für die Spannungen in der Region. Seit April versuchen die Vertragspartner des Atomdeals – China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland – Iran und die USA zum Wiedereintritt in das historische Abkommen zu bewegen. Israel fürchtet einen Angriff Irans.

Iran betonte dabei wiederholt, dass das Atomprogramm des Landes friedlicher Natur sei und es mit der International Atomic Energy Agency (IAEA) zusammenarbeite. Teheran gelobt des Weiteren, dem Abkommen wieder beizutreten, sofern auch die USA zu Vereinbarung zurückkehren und die Sanktionen gegen das Land aufheben, die das Land wirtschaftlich stark geschädigt haben.

Israels Verteidigungschef zu möglichen Atomwaffen: „Iran hat die Absicht, Israel zu zerstören“

Der iranische Prädident Ebrahim Raisi sagte am Samstag (04.09.2021), Iran sei bereit, mit den Weltmächten zu sprechen, um das Abkommen zu erneuern, allerdings nicht unter Druck von westlicher Seite. Das berichtet das Nachrichtenportal Aljazeera. „Gespräche sind Teil der Agenda (…) Wir wollen zielorientierte Verhandlungen (…) damit die Sanktionen für die iranische Bevölkerung aufgehoben werden”, so Raisi.

Unterdessen warnt der Generalstabschef Israels, Aviv Kohavi, sowie weitere israelische Offizielle vor dem Atomprogramm Irans. Aljazeera zitiert Israels Verteidigungschef Benny Gantz: „Iran hat die Absicht, Israel zu zerstören und arbeitet an den nötigen Mitteln, das auch zu erreichen.” Israel habe „die Mittel zu handeln und wird nicht zögern, dies auch zu tun.” Gantz schließe nicht aus, dass Israel Schritte unternehmen werde, um einen Atomschlag von iranischer Seite zu verhindern.

Kampfflugzeug der Luftwaffe Israels. (Symbolbild)

Israel drängt auf Plan B zu Irans Atomwaffen – USA setzt auf Stabilisierung

Gantz drängt nach Angaben von Aljazeera gegenüber der internationalen Gemeinschaft darauf, einen „Plan B” zu entwickeln. Iran sei nur zwei Monate davon entfernt, die Entwicklung nuklearer Waffen zu erreichen. Die Vorbereitungen für mögliche Schritte gegen den Iran werden derzeit intensiviert, so Kohavi laut Ajazeera weiter.

Das Verteidigungsbudget ist kürzlich aufgestockt worden – ein signifikanter Teil davon sei für diesen Zweck bestimmt. Hauptziel sei es, die „iranische Präsenz im Mittleren Osten zu minimieren, mit dem Fokus auf Syrien.” Die Aufrüstung richte sich aber auch gegen die Hamas und die Hisbollah.

US-Verteidugungsminister Lloyd Austin sagte gegenüber Katar, die militärischen Aktivitäten des Iran würden die Spannungen im Mittleren Osten befeuern. „Irans Unterstützung von Terrorismus und die Bereitschaft, nicht-staatliche Gruppen mit Waffen zu versorgen, untergräbt die regionale Stabilität, die wir alle wollen”, so Austin. „Wir sind deshalb einer Zusammenarbeit verpflichtet, die die regionale Sicherheit verbessert und sich gegen alle destabilisierende Handlungen wendet, inklusive der Bestrebungen Irans im atomaren Sektor.” (Nadja Austel)

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