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Ein von einem Feuer stark beschädigtes Gebäude der iranischen Atomanlage Natans.
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Ein von einem Feuer stark beschädigtes Gebäude der iranischen Atomanlage Natans.

Teheran

Zum Schutz vor Israel: Iran verlagert Atom-Anlage in unterirdische Bunker 

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Im Sommer 2020 wird eine Atomanlage des Iran stark beschädigt. Nun soll die Fabrik an einen neuen Standort verlegt werden.

  • Im Sommer 2020 wird eine Atomanlage im Iran nach einem Brand stark beschädigt.
  • Damals warf der Iran ausländischen Kräften „Sabotage“ vor.
  • Jetzt soll die Anlage unterirdisch neu konstruiert werden.

Teheran – Im Sommer 2020 wurden iranische Einrichtungen von schweren Explosionen erschüttert. Besonders schwer traf es eine Anlage für die Anreicherung von Nuklear-Energie im iranischen Natans. Wegen eines Brandes wurde die Anlage schwer beschädigt. Nun will der Iran die Fabrik in neue, unterirdische Bunker verlegen. 

Iran: Atomanlage ins „Herz der Berge“ verlegt

Offizielle Medien des Iran haben den Bau laut Informationen der „New York Times“ bestätigt. Man wolle die Anlage zur Anreicherung von Atomenergie nun ins „Herz der Berge“ verlegen. Einer Analyse der „New York Times“ zufolge soll sich der neue Standort damit unweit von Natanz in einem Gebirge rund 230 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran befinden. 

Diese Maßnahme soll einen besseren Schutz vor möglichen Luftangriffen aus Israel bieten. Die „Times“ zitiert den Waffenkontroll-Experten Jeffrey Lewis. „Die neue Anlage im Iran dürfte über eine deutlich bessere Sicherheit verfügen.“ Der Experte vermutet außerdem, dass die neue Fabrik in Umfang und Größe der alten ähnelt. 

Nach Tötung von Atomphysiker: Iran verstößt gegen Wiener Atomabkommen

Die alte Fabrik in Natans war ein zentraler Baustein im Atomprogramm des Iran, das offiziellen Darstellungen zufolge friedlichen Zwecken dient. Seitens der USA werden Vorwürfe gegen den Iran laut, heimlich nach Atomwaffen zu streben. Seit der Tötung eines hochrangigen Atomphysikers ist die Stimmung im Nahen Osten angespannt. Hardliner im Iran hatten vor kurzer Zeit im iranischen Parlament ein Gesetz über die künftige Atompolitik des Landes durchgesetzt. 

Danach soll die iranische Atomorganisation (AEOI) pro Jahr 120 Kilogramm auf 20 Prozent angereichertes Uran herstellen und lagern. Längerfristig soll dann auch der Vorrat an niedrig angereichertem Uran auf 500 Kilogramm im Monat aufgestockt und zudem sollen schnellere Zentrifugen hergestellt werden. Das Gesetz verstößt in allen Punkten gegen das Wiener Atomabkommen, das den Iran von einem Atomwaffenprogramm abhalten sollte. (Marvin Ziegele)

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