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Iran gestattet der IAEA die Überwachung seines Atomprogramms

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Von: Lukas Zigo

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Die diplomatischen Vermittlungsversuche zur Rettung des Atompakts mit dem Iran geraten ins Stocken. Nun macht der Iran kleine Zugeständnisse.

Teheran – Offenbar kommt in den festgefahrenen Atomstreit mit dem Iran nun etwas Bewegung. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) soll erneut Zugang zu ihren Aufzeichnungsgeräten zur Überwachung iranischer Atomprojekte erhalten. Bei einem Treffen von IAEA-Chef Rafael Grossi und dem neuen iranischen Atomchef Mohammed Eslami am Sonntag (12.09.2021) in Teheran soll dies vereinbart worden sein, teilte die IAEA mit. Seit einigen Monaten war der Behörde mit Sitz in Wien der Zugang teilweise verwehrt worden.

Grossi war zum ersten Mal in Teheran, seit im Iran im August die neue Regierung übernommen hat. Die Verhandlungen seien sehr konstruktiv, rein technisch und total unpolitisch gewesen, sagte Irans Atomchef Eslami. Nach seinen Worten wird der Iran der IAEA die Wartung ihrer Kameras und die Installation neuer Speicher erlauben, um so Videoaufnahmen der iranischen Atomanlagen weiterhin zu ermöglichen. Das Videomaterial jedoch soll weiterhin versiegelt und im Iran verbleiben, betonte Eslami.

Indirekte Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA
Rafael Mariano Grossi (r) mit Abbas Araghchi Vize Außenminister des Iran © Dean Calma/dpa

Uran-Mengen aufgestockt: Iran verstößt deutlich gegen Auflagen des Wiener Atomabkommens

Nach seiner Rückkehr nach Wien wollte sich IAEA-Chef Grossi zu den Ergebnissen des Treffens äußern und am Montag (13.09.2021) den Gouverneursrat der IAEA informieren. Aus dem jüngsten Bericht seiner Behörde ging hervor, dass Teheran die Menge an bis zu 60 Prozent angereichertem Uran noch einmal aufgestockt und dabei immer leistungsfähigere Zentrifugen eingesetzt habe. Damit verstößt der Iran weiterhin deutlich gegen die Auflagen des Wiener Atomabkommens von 2015, das ihn am Bau einer Atombombe hindern sollte.

Wenig beeindruckt von dem IAEA-Bericht zeigt sich dagegen die neue iranische Regierung unter Präsident Ebrahim Raisi und signalisierte auch wenig Interesse an Grossis Vermittlungsversuchen.

US-Ausstieg und Irans Desinteresse – Atomabkommen droht zu scheitern

Der Iran hatte das Atomabkommen 2015 gemeinsam mit drei europäischen Ländern sowie mit den USA, Russland und China abgeschlossen. Washington stieg 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen aus. Seitdem steht das Abkommen auf der Kippe. Die USA haben erneut Sanktionen gegen Teheran verhängt, der Iran wiederum ignoriert die vereinbarten Einschränkungen seines Atomprogramms. Eine diplomatische Vermittlung zur Rettung des Abkommens war zuletzt ins Stocken geraten. (Lukas Zigo mit dpa)

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