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Verhalten optimistisch: IAEA-Chef Yukiya Amano.

Iran Atomprogramm

Iran und Atombehörde einigen sich

Seit vier Jahren verweigert der Iran der Internationalen Atom-Energiebehörde den Zutritt zu seinen Nuklearanlagen. Das könnte sich nun ändern: Beide Seiten haben sich auf Kontrollen verständigt.

Seit vier Jahren verweigert der Iran der Internationalen Atom-Energiebehörde den Zutritt zu seinen Nuklearanlagen. Das könnte sich nun ändern: Beide Seiten haben sich auf Kontrollen verständigt.

Es könnte ein wichtiger Schritt im Atomstreit mit dem Iran sein: Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA und die Regierung Teheran haben sich auf ein Abkommen zur genaueren Untersuchung des umstrittenen iranischen Atomprogramms geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung solle bald unterzeichnet werden, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano nach seiner Rückkehr aus Teheran am Dienstag auf dem Wiener Flughafen.

Amano gab allerdingfs auch zu, dass noch einige kleinere Meinungsverschiedenheiten geklärt werden müssten. Teil der Vereinbarung sei auch der Zugang zu der militärischen Forschungsanlage in Parchin nahe Teheran. Der Westen verdächtigt den Iran, dort Tests mit Atomsprengköpfen zu simulieren.

In dem Abkommen sollen die Bedingungen festgehalten werden, unter denen der Iran der IAEA Zugang zu Dokumenten, Experten und Anlagen gewährt. Amano sagte: „Es bestehen noch einige Unterschiede, aber Herr Dschalili erklärte, diese werden kein Hindernis sein, um eine Einigung zu erzielen.“ Details nannte der IAEA-Chef nicht.

Amano hatte sich am Montag mit Irans Atom-Chefunterhändler Said Dschalili in Teheran getroffen. Das Gespräch diente als Vorstufe zur großen Verhandlungsrunde der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China) sowie Deutschlands mit dem Iran an diesem Mittwoch in Bagdad.

Der Iran verweigert bislang den Zugang zu bestimmten Forschungszentren, in denen nach Vermutung des Westens an geheimen Militärprogrammen zum späteren Bau von Atomwaffen gearbeitet wird. Das Land leidet aber unter den vom Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen und könnte daher zu den Zugeständnissen bereit sein. Verhandlungen zwischen der IAEA und Vertretern aus dem Iran waren vor einer Woche ohne Ergebnis beendet worden. (dpa/dapd)

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