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Acht Jahre sind genug: Ahmadinedschad will kein drittes Mal als Präsident kandidieren.

Atomprogramm

Iran und 5+1-Gruppe führen Atomgespräche

Die UN-Vetomächte und Deutschland verhandeln mit dem Iran über sein Atomprogramm. Das Treffen gilt als letzte Chance für eine diplomatische Lösung.

Die UN-Vetomächte und Deutschland verhandeln mit dem Iran über sein Atomprogramm. Das Treffen gilt als letzte Chance für eine diplomatische Lösung.

Vertreter des Irans, der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands sind am Montag in Moskau zu womöglich entscheidenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm zusammengekommen.Die Verhandlungspartner USA, Russland, Deutschland, China, Frankreich und Großbritannien werfen Teheran vor, auf den Bau von Atomwaffen hinzuarbeiten. Der Iran hingegen beharrt darauf, dass seine Urananreicherung lediglich zivilen Zwecken diene, und fordert eine Lockerung der internationalen Sanktionen. Westliche Diplomaten erklärten, falls in der neuen Gesprächsrunde keine Fortschritte erzielt würden, werde vermutlich kein Folgetreffen mehr angesetzt.

Die Unterhändlerin der sogenannten 5+1-Gruppe, EU-Außenministerin Catherine Ashton, und der iranische Verhandlungsführer Said Dschalili eröffneten die Gespräche in der russischen Hauptstadt am Vormittag.

"Zum Scheitern verurteilt"

Bereits vor dem Beginn der Verhandlungen warnte der Iran vor einem Misserfolg. Sollte das Recht des Landes auf Urananreicherung nicht anerkannt werden, seien die Verhandlungen „zum Scheitern verurteilt“, zitierte die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna ein Mitglied der iranischen Delegation. Vor einer solchen Entwicklung habe Teheran jedoch „keine Angst“.

Die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland wollen bis Dienstag in Moskau mit dem Iran über dessen Atomprogramm verhandeln. Der Westen befürchtet, dass der Iran nach Atomwaffen strebt, und versucht, Teheran mit Sanktionen von seinem Atomprogramm abzubringen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zuletzt der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt, sein Land könne auf die Urananreicherung bis 20 Prozent zu verzichten, wenn der Westen im Gegenzug ebenfalls Entgegenkommen zeige. Eine von der Internationalen Atomenergiebehörde geforderte Inspektion der Militäranlage in Partschin bei Teheran lehnte Ahmadinedschad ab. (afp/dpa)

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