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Schon gewählt hat dieser irakische Polizist. Vor der Regionalwahl am morgigen Samstag sind die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft worden.

Regionalwahl

Irak verschärft Sicherheitsvorkehrungen

Kurz der Regionalwahl im Irak am morgigen Samstag hat die Polizei in Mossul eine Ausgehsperre verhängt. Fahrzeugverkehr ist verboten, Bewohner dürfen ihre Häuser bis zur Stimmabgabe nicht verlassen.

Bagdad. Einen Tag vor der Regionalwahl im Irak hat die Polizei in der Stadt Mossul am Freitag eine Ausgehsperre verhängt.

Fahrzeugverkehr war verboten, Bewohner durften ihre Häuser bis zur Stimmabgabe nicht verlassen. Während sich die Sicherheitslage in Bagdad und anderen Großstädten zuletzt verbessert hat, dauern die Kämpfe von irakischen und US-Streitkräften gegen Aufständische in Mossul an. Drastische Sicherheitsvorkehrungen waren aber im gesamten Land geplant. Zu den Maßnahmen zählen eine Schließung der Grenzen, eine Einstellung des Flugbetriebs und Fahrverbote in Bagdad und anderen großen Städten.

Bei der Wahl sollen die Regionalräte in 14 der 18 Provinzen des Iraks bestimmt werden. Um die 444 Sitze bewerben sich mehr als 14.400 Kandidaten, darunter 3.900 Frauen. In den drei kurdischen Provinzen findet die Regionalwahl zu einem späteren Zeitpunkt statt. In der ölreichen Provinz Kirkuk wurde die Abstimmung auf unbestimmte Zeit verschoben, da sich die verschiedenen ethnischen Gruppen nicht auf einen Modus zur Gewaltenteilung verständigen konnten.

Der Urnengang gilt als Test für die Fähigkeit der politischen Kräfte im Irak zur Zusammenarbeit. Die US-Streitkräfte haben im Zusammenhang mit der Wahl vor Anschlägen gewarnt. Sollte die Abstimmung weitgehend friedlich verlaufen, könnte dies US-Präsident Barack Obama nach Ansicht von Beobachtern darin bestärken, die amerikanischen Kampftruppen wie angekündigt bis Mai 2010 aus dem Land abzuziehen. (ap)

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