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UND TSCHüSS...

Internationale Solidarität

Das ist hier ja wie in der Schweiz, sollen die ersten Einwanderer ausgerufen haben, als sie die Gegend um die beiden Seen Villarrica und Llanquihue in

Das ist hier ja wie in der Schweiz, sollen die ersten Einwanderer ausgerufen haben, als sie die Gegend um die beiden Seen Villarrica und Llanquihue in Augenschein nahmen. Man schrieb das Jahr 1846, die Immigranten stammten aus Hessen, waren Bauern, Ärzte und Lehrer, und die beiden Seen lagen immerhin weit über 10000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt: im Süden von Chile.

Ein unglaublicher Vergleich, aber mit nachhaltiger Wirkung. Schließlich wurde und wird die südchilenische Seenlandschaft von einem Reigen teilweise noch aktiver Vulkane gerahmt, und darunter gab es damals nichts als kühlen Dschungel. Die ersten Siedler ernährten sich von Pilzen und Flechten. Und dann krempelten sie die Ärmel hoch und zimmerten sich ihre neue Heimat.

Das Land der Mapuche-Indianer, das Chile damals an die Deutschen verkauft hatte, sieht heute, nach 160 Jahren, tatsächlich ein bisschen so aus wie die Schweiz, mit gefleckten Kühen, Johannisbeerhecken und Giebelhäusern. Zwischen den Feldern ruht allerdings eine noch nicht gezähmte Natur: kühle Regenwälder, Thermalquellen, tintenblaue und tannengrüne Seen, Wasserfälle.

So viel schöne, wilde Landschaft interessiert besonders Touristiker. Waren Pucón und Villarrica am Lago Villarrica und Puerto Octay und Puerto Varas am Lago Llanquihue zu Beginn der Post-Pinochet-Ära vergessene Dörfchen, sind sie heute allesamt kosmopolitisch. Denn wer Hunger auf sportliche Erlebnisse in ungebändigter Umgebung hat, wird hier sehr gut bedient: Rafting auf den an Stromschnellen reichen Flüssen Futaleufú, Petrohue und Trancura. Vulkanbesteigung auf den Villarrica und den Osorno. Mountainbiking. Und Kajak fahren in den Fjorden Südchiles.

Viele kleine Pensionen haben aufgemacht. Angeboten werden nicht einfach nur Betten, sondern ein ganz bestimmter Stil, den Urlaub zu verbringen: Man veranstaltet Sprachkurse und Reitausflüge, verleiht Mountainbikes und Bücher, und in manchen Häusern kann man sogar lernen, Käse zu machen. Charmante Treffpunkte sind das: ein bisschen alternativ, ein bisschen ökologisch, so als könne man noch träumen von der internationalen Solidarität. Hier ein paar Adressen:

Pucón: Landhaus San Sebastian, Internet www.landhaus-pucon.de; E-Mail info@landhaus-pucon.de.La Tetera, Internet www.tetera.cl, E-Mail info@tetera.cl.Kila Leufu, Internet www.kilaleufu.homestead.com, E-Mail margotex@yahoo.com.Rancho de Caballos, Internet www.rancho-de-caballos.com.Villarrica: La Torre Suiza, E-Mail info@torresuiza.com.Puerto Octay: Zapato Amarillo, Tel. 0056/64/391575. Puerto Varas: Casa Azul, E-Mail casaazul@telsur.cl, Internet www.casaazul.net.Campo Aventura, Internet www.campo-aventura.com, E-Mail info@campo-aventura.com.Hotel Enseñada, E-Mail munro_kenneth@hotmail.com, karona_k@hotmail.com;Reiseveranstalter: Aquamotion, E-Mail info@aquamotion.cl, Internet www.aquamotion.cl.

Und die Mapuche? Die erhalten ihr Land zurück - in kleinen Portionen. asa

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