Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundesinnenminister Horst Seehofer.
+
Bundesinnenminister Horst Seehofer verbietet drei Vereine, die in Deutschland Gelder für die Hisbollah-Bewegung im Libanon gesammelt haben sollen. (Archivbild).

Hisbollah-Vereine

Drei Vereine dicht: „Wer Terror unterstützt wird in Deutschland nicht sicher sein“

Bundesinnenminister Horst Seehofer verbietet drei Vereine, die in Deutschland Gelder für die extremistische Hisbollah-Bewegung im Libanon gesammelt haben.

Berlin – Bundesinnenminister Horst Seehofer von der CSU hat jetzt das bereits im April ausgesprochene Verbot für drei mutmaßliche Hisbollah-Vereine in Deutschland vollzogen. Die Vereine sollen in Deutschland Geld für eine Stiftung der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah im Libanon gesammelt haben. Wie der Sprecher des Ministeriums, Steve Alter, mitteilte, wurde das Verbot am Mittwoch (19.05.2021) mit Durchsuchungen und Beschlagnahmungen in mehreren Bundesländern, darunter auch Hessen, vollzogen. Folgende Vereine sind betroffen: „Deutsche Libanesische Familie“, „Menschen für Menschen“ (Anm. der Redaktion: Der vom Innenministerium verbotene Verein hat nichts mit der von Karlheinz Böhm schon im Jahre 1981 gegründete Organisation für Entwicklungszusammenarbeit in Äthiopien, die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe zu tun) und „Gib Frieden“. Bereits im letzten Jahr belegte Seehofer die Hisbollah in Deutschland mit einem Betätigungsverbot.

„Wer den Terror unterstützt, wird in Deutschland nicht sicher sein“, sagte Seehofer, wie sein Sprecher auf Twitter mitteilte. „Egal in welchem Gewand seine Unterstützer in Erscheinung treten, sie werden in unserem Land keinen Rückzugsort finden“, fügte der Minister hinzu, der sich aufgrund einer Corona-Infektion aktuell in häuslicher Quarantäne befindet.

Verbotene Vereine: Spendengelder für „Märtyrer-Familien“ der Hisbollah gesammelt

Die drei verbotenen Vereine sollen Spendengelder gesammelt und Patenschaften für „Märtyrer-Familien“ der Hisbollah vermittelt haben. Ziel der Vereine sei es gewesen, den Kampf der Hisbollah gegen Israel zu fördern, was gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoße, hieß es aus dem Ministerium. Denn die Gewissheit, dass die Hinterbliebenen im Falle ihres Todes finanziell unterstützt würden, erhöhe die Bereitschaft junger Hisbollah-Anhänger sich am Kampf gegen Israel zu beteiligen.

Die drei Vereine sind, Einschätzungen der Sicherheitsbehörden nach, als Ersatz für den Verein „Waisenkinderprojekt Libanon“ gegründet worden – dieser wurde bereits im Jahr 2014 vom damaligen Innenminister Thomas de Maizière von der CDU verboten. Bei der Hisbollah handelt es sich um eine libanesische Partei mit eigenem TV-Sender, karitativen Projekten und einer eigenen hochgerüsteten Miliz. Sie wird vom Iran finanziell und mit der Lieferung von Waffen unterstützt.

Drei Hisbollah-Vereine: Ersatz für „Waisenprojekt Libanon“

Nach Einschätzungen des Verfassungsschutzes dient Deutschland eher als Rückzugsort und nicht als Aktionsraum für die Bewegung, deren Miliz im Syrien-Konflikt aufseiten der Truppen von Präsident Baschar al-Assad gekämpft hat. Das Bundesamt für Verfassungsschutz schätzt das Personenpotenzial der Hisbollah hierzulande auf rund 1050 Personen. (Jan Lucas Frenger mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare