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US-amerikanische und brasilianische Aktivisten demonstrieren vor dem Weißen Haus.

Kommentar

Duo infernale schreckt auf

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Von dem Treffen der beiden rechten Politiker Trump und Bolsonaro ist nichts gutes zu erwarten.

Es ist schon beunruhigend für liberale Geister, wenn sich der Rechtspopulist Donald Trump und der ultrarechte Jair Bolsonaro treffen und ankündigen, sie wollten an einer Nord-Süd-Achse arbeiten. Damit wollen sie den Einfluss von linken Kräften in Südamerika weiter zurückzudrängen. Das verspricht nichts Gutes.

Sicher werden die Brüder im rechten Geiste nicht all ihre vollmundig angekündigten Ziele umsetzen. Den Einfluss Chinas in Südamerika etwa können sie nur eindämmen, wenn die USA sich dort wirtschaftlich stärker engagiert. Doch werden US-Landwirte dafür sicher nicht mehr Sojabohnen aus Brasilien importieren.

Doch auf politischer Ebene wird dieses Bündnis Nachahmer anstacheln. Sie werden nicht nur weiter mit rassistischen und frauenfeindlichen Tweets für Unruhe sorgen und von den eigentlichen politischen Problemen ablenken. Sie nähren auch die Hoffnungen europäischer Rechtspopulisten, ihren Einfluss auszudehnen - etwa bei den Wahlen zum Europäischen Parlament.

All das sollten liberale Kräfte ernst nehmen und nicht darüber spotten. Vielmehr sollten sie endlich eine Politik machen, mit denen sie die Probleme beseitigen, die das Duo infernale für ihre Zwecke nutzt. Das ist sicher nicht einfach, aber alternativlos.

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