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Wladimir Putin treibt die Angst vor Krankheiten um

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Von: Daniel Dillmann

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Der Gesundheitszustand von Wladimir Putin ist ein gut gehütetes Geheimnis. Der russische Präsident soll große Angst vor Infektionen haben.

Moskau – Die Lage im Ukraine-Krieg* und die Niederlagen, die Russland auf dem Schlachtfeld gegen die Ukraine* erleidet, dürften die Stimmung von Wladimir Putin* kaum verbessern. Gleichzeitig gibt es neue Berichte über den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten, der sich nach Recherchen eines investigativen Nachrichtenportals aus Russland* deutlich verschlechtert haben soll.

Laut Angaben des Nachrichtenportals Projekt soll Wladimir Putin bereits seit dem Jahr 2016 konstant von Ärzten begleitet werden. Im Durchschnitt betreuen demnach fünf verschiedene Mediziner den russischen Präsidenten auf seinen Reisen. Der 70-Jährige soll sich große Sorgen um seine Gesundheit machen und dafür auch auf alternative Medizin zurückgreifen. Laut den Recherchen stehen vor allem sogenannte Hirschgeweih-Essenzbäder hoch im Kurs bei Putin.

Wladimir Putin: Langzeitfolgen nach Sturz von Pferd?

Hört man auf Moskau*, dann befindet sich Wladimir Putin auch nach 23 Jahren Amtszeit in bester gesundheitlicher Verfassung. „Es geht ihm ausgezeichnet“, antwortete Kreml-Sprecher Dimitri Peskow auf Fragen nach dem Gesundheitszustand des Präsidenten. Das berichtet das Nachrichtenportal Moscow Times. Auch Meldungen der vergangenen Jahre, nach denen Putin eine Krebserkrankung überstanden hätte oder unter Parkinson leiden würde, wurden vom Kreml immer wieder bestritten.

Insbesondere zu Beginn seiner Amtszeit inszenierte sich der damals mit 47 Jahren junge Staatspräsident als besonders fit und junggeblieben. Bilder des oberkörperfreien Putins beim Reiten oder Angeln gingen um die Welt und entwickelten ikonografischen Charakter. Doch vor allem die Begeisterung für den Pferdesport könnte laut dem Nachrichtenportal Projekt nun für gesundheitliche Probleme bei Putin führen. Mehrere Stürze in den 2000er Jahren hätten zu schweren Verletzungen geführt, deren Langzeitfolgen sich nun bemerkbar machen würden.

Der Gesundheitszustand von Wladimir Putin gibt Anlass zu Spekulationen.
Der Gesundheitszustand von Wladimir Putin gibt Anlass zu Spekulationen. © Sputnik/dpa

Wladimir Putin: Fünf Ärzte begleiten den russischen Präsidenten

Auch deshalb befände sich Wladimir Putin konstant unter medizinischer Beobachtung. Ein fünfköpfiges Ärzteteam begleite ihn auf Schritt und Tritt. Zu dem Team gehören unter anderem sein Cousin, Jewgeni Putin, der sein Leben lang als Kinderchirug arbeitete, und auch seine älteste Tochter Maria Vorontsova, Absolventin der medizinischen Fakultät der Moskauer Staatsuniversität. Eine weitere Person, die genannt wird, ist Dmitry Verbovoy, stellvertretender Leiter für medizinischen Angelegenheitem im Kreml. Putin soll Verbovoy während eines Checkups im Zentralkrankenhaus in Moskau kennengelernt haben. Desweiteren sollen zumindest vorübergehend die beiden HNO-Ärzte Nikolai Shcheglov und Igor Esakov sowie der Chirurg Yevgeny Selivanov Putin begleitet haben. Selivanov ist ein Spezialist für Schilddrüsenkrebs und die Behandlung von älteren Patienten.

Im Frühherbst des vergangenen Jahres wurden die Gerüchte über den Gesundheitszustand Putins befeuert, nachdem der russische Präsident mit Corona* infiziert war. Putin soll die Infektion gut überstanden haben. Laut Recherchen des Nachrichtenportals Meduza habe Putin in dieser Zeit aber eine große Angst vor Infektionen entwickelt. Dies sei auch der Grund, warum er bei allen offiziellen Treffen großen Abstand von seinen Gesprächspartnerinnen und -partnern halten würde. Das wiederum würde zumindest den überdimensionierten Tisch erklären, an dem Putin seit dem Ukraine-Konflikt* regelmäßig Gäste empfängt. (dil) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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