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Coronavirus-Variante B.1.617.2

Indische Corona-Mutante lässt Großbritannien zum Virusvariantengebiet werden

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Die Bundesregierung hat aus Sorge vor der besonders gefährlichen Virusvariante B.1.617.2 die Einreise von Großbritannien nach Deutschland drastisch beschränkt.

Berlin – Ab Sonntag (23.05.2021), 0 Uhr, gelten für Reisende, die aus Großbritannien kommen, drastische Einreisebeschränkungen nach Deutschland. Wegen der Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden indischen Corona-Variante B.1.617.2 stuft die Bundesregierung Großbritannien als sogenanntes Virusvariantengebiet ein. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag (21.05.2021) mitteilte, gilt die Einstufung ab Mitternacht in der Nacht zum Sonntag für ganz Großbritannien inklusive der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und britischen Überseegebiete.

Bei der Einreise aus diesen Gebieten gilt ab Sonntag ein Beförderungsverbot für den Verkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug aus Großbritannien; es dürfen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen aus Großbritannien nach Deutschland einreisen. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Corona-Tests verkürzt werden kann. Ein aktueller negativer PCR-Test ist sowieso Voraussetzung für die Einreise, auch für deutsche Staatsbürger:innen oder in Deutschland lebende Personen.

Für Reisende, die aus Großbritannien kommen, gelten drastische Einreisebeschränkungen nach Deutschland.

Corona in Großbritannien: Indische Variante verbreitet sich stark

Dank der massiven Impfkampagne waren die Infektionszahlen in Großbritannien zwar seit Wochen zwar deutlich zurückgegangen, gleichzeitig aber sorgt die starke Ausbreitung der indischen Coronavirus-Variante B.1.617.2 vor allem im Nordwesten Englands und in London für Besorgnis. Deswegen wurde Großbritannien bereits vor einer Woche vom RKI wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Die Mutante B.1.617.2 wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ bezeichnet. RKI-Chef Lothar Wieler sagte am Freitag (21.05.2021), es gebe die Vermutung, dass die Variante eine deutlich höhere Übertragbarkeit aufweise. Der Impfschutz werde zudem geringer sein, dies allerdings „in überschaubarem Maße“.

Corona in Großbritannien: Boris Johnson hält an Plänen fest

Bis Mitte dieser Woche waren in Großbritannien rund 3.000 Fälle der indischen Mutante nachgewiesen worden, wie Gesundheitsminister Mark Hancock vor dem Parlament in London sagte. Trotz der Ausbreitung hält die Regierung von Premierminister Boris Johnson an ihren Plänen fest, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis zum 21. Juni vollständig zurücknehmen zu wollen. Bereits seit Montag sind in England, Wales und Teilen Schottlands Cafés, Pubs und Restaurants wieder geöffnet.

Internationale Risikogebiete Stand: 21.5.2021, 21.30 Uhr
Neue Hochinzidenzgebiete - Gebiete mit besonders hohem InfektionsrisikoSuriname
Trinidad und Tobago
Neue Risikogebiete - Gebiete mit erhöhtem SARS-CoV-2 InfektionsrisikoFrankreich inkl. aller Übersee-Departments
Kroatien
Slowenien

Als neue Hochinzidenzgebiete stufte das RKI am Freitag Suriname sowie Trinidad und Tobago ein. Mehrere europäische Länder, darunter Frankreich und Kroatien, wurden von Hochinzidenzgebieten zu Risikogebieten herabgestuft. Nicht mehr als Risikogebiete gelten Finnland, Irland, Jamaika, Rumänien, San Marino, die Slowakei sowie Spanien. (Stefan Krieger mit AFP)

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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