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9/11: Menschen laufen in Panik davon, als der Nordturm des World Trade Centers einstürzt.
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9/11: Menschen laufen in Panik davon, als der Nordturm des World Trade Centers einstürzt.

„Mein 11. September“ (6)

In der FR-Redaktion

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Wie haben FR-Autorinnen und -Autoren den Tag der Anschläge erlebt? Erinnerungen von Feuilleton-Redakteurin Judith von Sternburg.

Auch für uns in der Nachrichtenredaktion der FR war es zunächst unübersichtlich. Der Eilmeldung, ein Flugzeug sei in ein New Yorker Hochhaus gestürzt, folgte unter anderem eine, in der es hieß, ein Kleinflugzeug habe ein Hochhaus gestreift.

Kollegin K., die an dem Tag die Seite „Aus aller Welt“ betreute, fühlte sich also wieder zuständig.

Es war aber eine Unruhe da. Während der Chef, Werner Neumann, sich mit den Erfahrenen beriet, deren Erfahrungen gerade Neuland betraten, redigierte unsereine Texte, die restlos veralteten.

Die Eilmeldung, CNN sende live, änderte alles. Die Aufschreie im Fernsehen setzten sich in der Redaktion fort. Ich schaute nicht zu, es war alles zu hören.

Zwischendurch rief ich meine Eltern an, um ihnen zu sagen, dass sie den Fernseher anstellen sollten. Ein Wort für das, was da geschah, war noch nicht zur Hand. Am Abend hatte ich zu ihnen fahren wollen, ein Bedürfnis, das einen wohl überkommt, wenn man glaubt, die Welt ginge unter – denn unterm Strich war es das, was viele von uns an diesem Tag (zu Unrecht) glaubten.

Aber die Arbeit dauerte bis zum letzten möglichen Redaktionsschluss. Abends saß ich in meiner Wohnung, sah mir die Bilder an und weinte.

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