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Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, wird  mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen geimpft.
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Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, wird mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen geimpft.

Coronavirus

Impfstoff von Astrazeneca untersucht: Antikörper sollen die Ursache für Thrombosen sein

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Universitäten Greifswald und Oslo forschen zum Vakzin von Astrazeneca und haben womöglich eine Therapie für Thrombosen gefunden.

  • Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca sorgt weiter für Diskussionsstoff.
  • Nach Impfungen mit dem Vakzin wurde Fälle von Hirnthrombosen bekannt.
  • Fachleute aus Greifswald und Oslo gehen nun unabhängig voneinander der Ursache nach.

Frankfurt - Unabhängig voneinander wollen Wissenschaftler:innen der Universtitätsmedizin Greifswald und des Universitätsklinikums Oslo ermittelt haben, was die Ursache für die Hirnthrombosen nach Impfungen mit Astrazeneca ist. Beide Forschungsteams gehen mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass diese schweren Ereignisse durch das Vakzin ausgelöst wurden. Auch die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung sieht „eindeutige Hinweise“ für eine immunologische Ursache.

Weitere Untersuchungen des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca

Laut dem Institut für Immunologie und Transfusionsmedizin der Unimedizin Greifswald soll es dagegen bereits eine Therapie geben. Der Wissenschaftler Andreas Greinacher habe Blutproben von Betroffenen untersucht und gemeinsam mit europäischen Wissenschaftler:innen und dem Paul-Ehrlich-Institut eine Therapie entwickelt. Sie kann allerdings erst bei Symptomen einer Hirnvenenthrombose eingesetzt werden.

Diese könne entstehen, wenn sich in seltenen Fällen nach der Impfung ein Abwehrstoff bilde, der die Blutplättchen aktiviere. „Diese agieren dann wie bei einer Wundheilung und lösen Thrombosen im Gehirn aus.“ In Deutschland waren bis Donnerstag 13 solcher Sinusthrombosen bei 1,7 Millionen Geimpften aufgetreten.

Corona-Impfstoff von Astrazeneca: Norwegen und Dänemark warten weitere Untersuchungen ab

In Norwegen kam es bei 120 000 Geimpften in sechs Fällen zu inneren Blutungen und schweren Thrombosen in Gehirn oder Magen. Bereits am Donnerstag hatten die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ und das schwedische „Dagbladet“ von den Untersuchungen des Oslo University Hospital berichtet. Der Mediziner Andre Holme erklärte, man habe bei den Betroffenen „sehr spezielle“ Antikörper gefunden. In Norwegen und Dänemark will man weitere Untersuchungen abwarten, bevor der Impfstoff wieder eingesetzt wird.

Johannes Oldenburg, Vorsitzender der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung, rät, das Blutbild zu überprüfen, sollten vier Tage oder später nach der Impfung Kopfschmerzen auftreten. Eine Therapie mit Immunglobulinen könne die fehlgeleitete Immunantwort beenden. Auch könne man erwägen, Astranazeneca nur bei Älteren einzusetzen. Die Hirnthrombosen waren bei Menschen jungen bis mittleren Alters aufgetreten. Wie die Nachrichtenagentur afp berichtet, empfiehlt die französische Gesundheitsbehörde, das Vakzin nur noch bei über 55-Jährigen zu verimpfen. (Pamela Dörhöfer)

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