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Impfquoten im Blick

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Von: Michael Bayer

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Auch in Europa arbeiten Staaten mit Impfpflichten.
Auch in Europa arbeiten Staaten mit Impfpflichten. © dpa

Staaten setzen auf Vertrauen oder Pflicht. Die USA verschärfen die Regeln, Dänemark streicht die Beschränkungen.

Den Herbst vor Augen, steigt derzeit in vielen Ländern die Angst davor, das Coronavirus könnte an Kraft gewinnen. Als Land mit vergleichsweise kleiner Impfquote setzen die USA nun auf Pflichten und Strafen. Dänemark hingegen, bei den Impfungen weit vorne, streicht die letzten Beschränkungen.

Bislang sind in dem skandinavischen Land 83 Prozent jener Menschen vollständig geimpft, die zwölf Jahre und älter sind. Bezogen auf alle 5,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger lag die Quote vor einigen Tagen bei 72,2 Prozent.

Dänemark profitiert von seiner Digitalisierung

Dänemark profitierte dabei von seiner Digitalisierung. Sie erleichterte es, unkompliziert zum Impfen einzuladen und Ergebnisse von Corona-Tests zu versenden.

Der Geschäftsführer der Deutsch-Dänischen Handelskammer, Reiner Perau, sieht einen weiteren Grund für die hohe Quote: Die Leute vertrauten einander – und auch der Regierung, wenn diese den Bürgerinnen und Bürgern empfehle, sich impfen zu lassen.

Höheres Bußgeld für Maskenverweigerer

Für die USA, in denen viele der Regierung skeptisch gegenüberstehen, könnte der Effekt gegenteilig wirken. Dort waren vor einigen Tagen nur 52,4 Prozent der 330 Millionen Menschen komplett gepiekst. Nach schärferen Impfpflichten verkündete das Heimatschutzministerium nun ein deutlich höheres Bußgeld für Maskenverweigerer in Flughäfen, Bahnhöfen sowie beim Reisen in Flugzeugen, Zügen und Bussen. Ein erstmaliger Verstoß kann 500 bis 1000 Dollar (420 bis 840 Euro) kosten.

Auch in Europa arbeiten Staaten mit Impfpflichten – mit Zustimmung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Dieser lehnte eine Aussetzung der Vorschrift für Gesundheitspersonal in Griechenland ab. (mit dpa)

Impfquoten ausgewählter Länder. © FR-Grafik

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